Amazon-Zertifikat
Cleverer Schachzug gegen Ebay

Der amerikanische Internet-Händler Amazon hat eine neue Einnahmequelle erschlossen. Er verkauft nicht mehr nur Bücher, DVDs oder Spielwaren aus dem eigenen Sortiment, sondern er vertreibt auch immer mehr Artikel anderer Händler. Die neue Strategie kommt zur rechten Zeit – und schadet vor allem dem Konkurrenten Ebay.

Amazons ausgeklügelte Logistik nutzen weltweit schon mehr als 1,3 Millionen kleine und mittlere Händler, deren Zahl im vierten Quartal um 15 Prozent zunahm. Für Amazon lohnt sich der Logistik-Deal: Zum einen werden damit viele Kunden vom Konkurrenten Ebay abgezogen, zum andern kassiert Amazon 10 bis 15 Prozent vom Warenwert als Kommission.

Während Amazon 2007 noch prächtig verdiente und den Gewinn auf 1,12 Dollar je Aktie mehr als verdoppelte, sind in diesem Jahr wegen der schwachen US-Wirtschaft niedrigere Wachstumsraten angesagt. Bei bis zu 19 Milliarden Dollar Umsatz, ein Viertel mehr als im Vorjahr, dürfte der Gewinn je Anteil um 25 Prozent auf etwa 1,40 Dollar klettern. Das klingt zwar nicht schlecht, aber auch damit bleiben Amazon-Aktien teuer: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (2008) liegt bei über 50.

Wer deshalb eine defensive Anlagevariante sucht, kann auf Discountzertifikate (zum Beispiel ISIN: DE000CB6ZXQ6) setzen. Papiere mit Laufzeit Juni 2009 und einer Gewinngrenze bei 50 Dollar kosten derzeit (Stand 14.4.08) 27,70 Euro, umgerechnet 43,50 Dollar. Gegenüber der Aktie ist das ein Rabatt von 42 Prozent. Maximal sind 15 Prozent Kursgewinn möglich. Dafür genügt es, wenn Amazon im Juni 2009 bei 50 Dollar notiert. Derzeit steht die Aktie bei 76.

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