Anlage-Strategien
Garantie-Zertifikate haben nichts mit Angst zu tun

Für gewöhnlich werden Garantie-Zertifikate nur im Rahmen einer eng begrenzten Zeitspanne angeboten. Die DZ BANK bringt nun Regelmäßigkeit ins Geschäft mit der Sicherheit und emittiert ab sofort jeden Monat eine Neuauflage ihrer Klassiker „VARIOZINS Garant“ und „MULTIZINS Garant Extra“. Im ZertifikateJournal-Interview stellt Bodo Gauer, Leiter Retail-Productmanagement, die beiden Produkte vor und erklärt, wo die Vorteile der Daueremission liegen.

Herr Gauer, sind Sie und Ihre Kunden notorische Angsthasen?

Nein. Garantie-Zertifikate haben nichts mit Angst zu tun, sondern mit Sicherheit – also mit einem integralen Bedürfnis nicht nur unserer Kunden. Der Börsencrash von 2001/02 steckt vielen Anlegern verständlicherweise immer noch dermaßen in den Knochen, dass sie das Damoklesschwert möglicher Verluste unbedingt vermeiden wollen.

Wenn’s darum geht, kann man auch einfach Bundesanleihen kaufen. 100 Prozent Sicherheit, staatlich garantiert…

…und auf fünf Jahre eine Rendite von 2,8 Prozent p.a. Keine sonderlich attraktive Perspektive, die sich kaum mit dem Ziel der Genossenschaftsbanken vereinbaren lässt, dem Kunden in der Beratung echten Mehrwert zu bieten. Und genau deshalb basieren unsere Garantie-Zertifikate auf einem drei Säulen-Konzept: Kapitalerhalt, Mindestzins als Inflationsausgleich plus die Chance auf deutlich über dem Marktniveau liegende Kupons.

Der Mindestzins liegt in der Regel allerdings irgendwo zwischen 0,75 und 1,50 Prozent p.a. Unter Umständen fährt der Kunde also schlechter als mit Bundesanleihen.

Die Aussicht auf höhere Kupons ist ja üblicherweise gekoppelt an einen Aktienkorb und wenn dieser sich extrem ungünstig entwickelt, wird tatsächlich nur der Mindestzins gezahlt. Man darf aber nicht vergessen: Mit einem direkten Aktieninvestment würde der Kunde in einem solchen „Worst Case“-Szenario Verluste machen! Außerdem bemühen wir uns, die Zertifikate so zu „stricken“, dass es eine faire und reelle Chance auf einen Zins-Bonus gibt.

Das heißt konkret?

Lassen Sie mich das am Beispiel unseres „VARIOZINS Garant“ erläutern. Hier winken je nach Marktlage zwischen 6,0 und 7,5 Prozent Kupon, wenn an zwölf monatlichen Stichtagen keine von 20 Aktien unterhalb eine bestimmte Schwelle fällt – und diese Schwelle liegt 25 Prozent unter den Aktienkursen vom Emissionstag. Es gibt also einen ziemlich komfortablen Puffer, so dass Anleger bereits in moderat fallenden Märkten sehr attraktive Zinseinnahmen erzielen können.

Aber wenn eine einzelne Aktie an einem Jahresstichtag mehr als 25 Prozent Minus aufweist, geht die Rechnung nicht mehr auf. Und das ist schnell passiert – Stichwort „Einzelaktien-Risiko“.

Mag sein. Aber genau deshalb gibt es ja weitere Optimierungen. Erstens: Wenn nur eine Aktie „unter Wasser“ liegt, kommen immerhin noch 2,5 bis 3,5 Prozent zur Auszahlung, was sich im Vergleich mit Bundesanleihen ebenfalls durchaus sehen lassen kann. Und zweitens: Unsere Aktienkörbe enthalten ausschließlich internationale Qualitätstitel, keine schwankungsanfälligen Neben- und Spezialwerte.

Trotzdem wird immer wieder kritisiert, Garantie-Zertifikate seien teuer.

Natürlich ist eine Kapitalgarantie angesichts des momentanen Zinsniveaus finanzmathematisch gesehen „teuer“. Aber für uns ist der Blickwinkel des Anlegers entscheidend, der Sicherheit und Ertrag sehen will. Und das ist keine wolkige Phantasie, sondern nachrechenbare Realität: Die ersten VARIOZINS-Emissionen vom Frühjahr 2003 haben den Kunden nun schon zweimal den Maximal-Kupon von 10 Prozent gebracht. Insgesamt haben wir alleine auf diese Produkt bislang knapp 200 Mio. Euro ausgeschüttet…

…die Sie sich jetzt mit regelmäßigen Folge-Emissionen zurückholen wollen.

Richtig ist, dass wir ab sofort als erster Emittent kontinuierlich jeden Monat neue VARIOZINS-Zertifikate auf den Markt bringen und damit eine Anregung vieler Anleger und Kundenberater aufgreifen. Schauen Sie, bisher war es immer so: Die Bank hat ein Garantie-Produkt angeboten, der Kunde konnte während der Zeichnungsfrist einsteigen, dann war Schluss – und wer gerade keinen Anlagebedarf bzw. keine flüssigen Mittel hatte, musste Wochen oder sogar Monate auf eine Folgeemission warten.

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