Anlagestrategie
Anleger setzen auf Klassiker

Garantiepapiere und Bonuskonzepte sind bei Investoren immer noch gefragt. Einfache Strukturen, einfache Basiswerte und hohe Risikopuffer machen die Papiere attraktiv. Warum Anleger in der Krise auf Bewährtes setzen.

DÜSSELDORF. Zum 1. Januar werden die Karten für Anleger neu gemischt. Denn mit der Einführung der Abgeltungsteuer behandelt der Fiskus alle Anlageklassen und-produkte gleich, und Zertifikate verlieren damit steuerliche Nachteile gegenüber Aktien und Fonds. Doch statt mit frischem Schwung verloren gegangenes Terrain zurückzuerobern, setzt die Zertifikatebranche auf Bewährtes. Aus einem einfachen Grund: Die Sparer haben wenig Lust auf Experimente. "Es gibt derzeit einen starken Trend, den ich als ?Back to the Basics? bezeichnen würde", sagt Holger Bosse, Zertifikateexperte der Deutschen Bank.

Die Anleger kaufen vor allem die Klassiker: Bonus-, Discount- und Indexzertifikate. Exoten wie Twin-win- oder Alpha-out-Papiere liegen dagegen wie Blei in den Büchern der Emittenten. "Gefragt sind derzeit einfache Strukturen, einfache Basiswerte wie etwa Indizes und ein hoher Risikopuffer", stellt Andreas Kotula von der Société Générale fest. "Hoch im Kurs stehen daher zum Beispiel Deep-Discounter, vor allem aber Garantieprodukte."

Letztere zählen bislang als sogenannte Finanzinnovation, was für den Anleger heißt: Er muss nicht nur die laufenden Erträge, sondern auch die Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern.

Mit Beginn des kommenden Jahres hat es ein Ende mit diesen Sonderregelungen. Dann werden auf laufende Erträge ebenso wie auf realisierte Kursgewinne 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig. Dazu kommen Solidaritätsbeitrag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die bislang geltende Spekulationsfrist, nach der Kursgewinne steuerfrei bleiben, wenn das entsprechende Papier länger als zwölf Monate im Depot liegt, wird abgeschafft.

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