Anlagestrategie
Daimler-Aktie mit Nachholbedarf

Nach dem Rückzug des Investors aus Abu Dhabi dürfte Daimler seinen nächsten Großaktionär gefunden haben – in China. Das dürfte den Aktienkurs des Autobauers weiter stützen. Mit welchen Produkten Anleger profitieren.
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DüsseldorfNach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi könnte der Autobauer laut einem Zeitungsbericht einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung „People's Daily“ schreibt, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) vier  bis zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Diese hätten einen Marktwert von 1,8 bis 4,5 Milliarden Euro. Dieser neue Großaktionär und die hohe Dividendenrendite von knapp Prozent dürften verhindern, dass die Daimler-Aktien abstürzen sollte – zumal das Wertpapier im Vergleich zu BMW noch Nachholbedarf hat.

Das ist eine ideale Situation für Bonuspapiere, mit denen Anleger eine Seitwärtsrendite erzielen können, solange während der Laufzeit eine Barriere nicht berührt oder unterschritten wird. Und die hohe Dividendenrendite sorgt für attraktive Konditionen bei den Papieren. Denn mit der Dividende, die der Emittent einbehält, wird die Bonuskonstruktion finanziert.

So bietet ein Bonuszertifikat der Deutschen Bank (WKN:  DX14AA) eine Jahresrendite von rund 13 Prozent, solange während der Laufzeit Ende 2013 die Sicherheitsschwelle von 32 Euro nicht berührt wird. Dann wird das Zertifikat zu 50 Euro zurückgezahlt – die Summe entspricht der Bonusschwelle. Falls die Aktien über die Bonusschwelle steigen sollte, profitieren Anleger in vollem Umfang. Unterhalb der Sicherheitsschwelle von 32 Euro notierte die Aktie zuletzt Ende 2011.

Neben dem Verzicht auf die Dividende gehen die Käufer des Bonuszertifikates gegenüber einem Direktinvestment ein Risiko von rund fünf Prozent pro Jahr ein. So hoch ist das Aufgeld des Derivates gegenüber dem Aktienkurs. Falls die Sicherheitsschwelle reißen sollte, wäre das Aufgeld weg.  Anleger, die Wert auf ein geringeres Aufgeld legen, finden mit dem Produkt der Royal Bank of Scotland (WKN: AA6UQT) eine Alternative. Das beträgt nur knapp zwei Prozent, dafür beträgt die Seitwärtsrendite nur knapp zwölf Prozent.

Konservativere Anleger sollten Produkte mit einer niedrigeren Sicherheitsschwelle wählen. Die liegt bei einem Produkt der Deutschen Bank (WKN: DX0V8E) bei 30 Euro.  Die Seitwärtsrendite liegt zwar nur bei vier Prozent, von Kurssteigerungen oberhalb der Bonusschwelle von 45 Euro profitieren Anleger aber ebenfalls in vollem Umfang. Laufzeit bis Ende 2013, Aufgeld rund zwei Prozent.

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China spielt eine Schlüsselrolle

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