Anlagestrategie
Emerging Markets schlagen den Rest der Welt

„Hohe Chance gleich erhöhtes Risiko“ heißt eine Börsenregel. Für die Schwellenländer gilt das nicht mehr. Eine Analyse zeigt: Nicht nur bei der Kursentwicklung schneiden die Emerging Markets besser ab als die etablierten Märkte.
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DüsseldorfDie aufstrebenden Schwellenländer sind bei Anlegern „in“ – und werden ihrer Rolle als Hoffnungsträger gerecht. Investoren konnten seit der Jahrtausendwende hohe Renditen einfahren. Das gilt nicht nur für Engagements an den Börsen in Brasilien, Russland, Indien oder China (den Bric-Staaten), sondern auch für viele andere Emerging Markets.

„In den vergangenen Jahren haben die Börsen in den Schwellenländern deutlich besser abgeschnitten als die Börsen in den Industrienationen“, sagt Carsten Mumm, Leiter Asset Management bei Donner & Reuschel. Das bestätigt das Rendite-Risiko-Radar, das Handelsblatt Online in Kooperation mit der Privatbank erstellt. „Es zeigt nicht nur, dass die Schwellenländer eine höhere Rendite bieten, sondern auch, dass das Risiko deutlich abgenommen hat“, sagt Mumm.

Grünes Licht für die Aktien aus den Wachstumsmärkten, ein sehr gemischtes Bild mit häufig auch roten Vorzeichen beim Welt-Index – das ist die Bilanz der vergangenen zwölf Jahre. Einige Beispiele: Anleger, die 2000 in den MSCI Emerging Markets investierten und 2011 wieder ausstiegen, erzielten eine jährliche Rendite von gut zehn Prozent. Hätten sie im selben Zeitraum auf den MSCI World gesetzt, der die Entwicklung der größten Aktien aus den Industrienationen widerspiegelt, hätten sie jährlich einen Verlust von knapp einem Prozent verbucht. Für den Zeitraum von 2008 bis 2011 sieht die Bilanz ähnlich aus. Die Emerging Markets punkten mit einer Rendite von gut 25 Prozent pro Jahr, der MSCI World schafft nur knapp 15 Prozent.

Und auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise waren Anlegern in Emerging Markets besser aufgehoben: Zwar stürzten auch die Schwellenländerbörsen ab. Doch sie erholten sich binnen kürzester Zeit wieder und legten in der Erholungsphase auch stärker zu. „Die Finanzkrise war vor allem eine Krise der etablierten Märkte“, sagt Mumm. „Die Emerging Markets bekamen die Schockwellen zwar auch zu spüren, wurden aber weniger hart getroffen. Während 2008 die meisten westlichen Industrienationen in die Rezession schlidderten, gab es in China, Indien und anderen Emerging Marktes lediglich eine Delle im Wachstum“, so Mumm.

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Schwellenländer bleiben die bevorzugte Region

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