Anlagestrategie
Ende der Talfahrt für Eon und RWE?

Die Energiewende hat die Gewinne der Versorgeraktien rasiert - mit dramatischen Folgen für die Kurse. Nun mehren sich die Anzeichen, dass die Papiere nicht mehr stark sinken werden. Das können Anleger nutzen.
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DüsseldorfEinen beispiellosen Niedergang haben die Kurse der deutschen Versorgeraktien Eon und RWE hinter sich. Seit 2008 bis jetzt sind die Notierungen um mehr als 75 Prozent gefallen. Hintergrund für den Abstieg: Als die Politik die Energiewende beschloss, hin zu mehr alternativen Energien, ging den Konzernen über Nacht das Geschäftsmodell verloren. Der Atomausstieg rasierte die Gewinne. Abgeschriebene Atommeiler waren Geldmaschinen, dürfen nun aber nicht mehr laufen. 

Doch seit mehreren Monaten tendieren die Kurse seitwärts und haben keine neuen Tiefs mehr markiert. Die Anzeichen mehren sich, dass die Wertpapiere der beiden Unternehmen zumindest nicht mehr deutlich sinken werden.

So traut Wirtschaftsprofessor und Investor Max Otte den beiden Energiekonzernen ein Potenzial von mehr als 50 Prozent zu. Er sucht für seinen PI Global Value Fonds gezielt „hässliche“ Aktien, also solche Papiere, für die sich kaum ein Anleger interessiert, oder die sogar kurz vor der Pleite stehen – in der Hoffnung, dass sie den Turnaround schaffen und dann umso stärker zulegen. Eine riskante Strategie. Allerdings befasst er sich nur mit etablierten Firmen. „Ein Turnaround-Unternehmen sollte normalerweise schon 30 Jahre und mehr am Markt sein, bevor wir es uns anschauen.“  Allerdings könne es seiner Einschätzung nach bei Eon und RWE Jahre dauern, bis die Kurse sich erholten.

Das ist eine gute Ausgangslage für Bonuszertifikate. Bei diesen Produkten müssen die Kurse nicht unbedingt steigen, es reicht, wenn sie seitwärts tendieren. Auch leichte Kursverluste sind möglich. Denn solange die untere Sicherheitsschelle nicht berührt oder unterschritten wird, wird eine Bonusrendite ausgezahlt. Dabei gilt: Je tiefer die Sicherheitsschwelle vom aktuellen Kurs entfernt ist, umso geringer fällt diese Rendite aus und umgekehrt.

Kommentare zu " Anlagestrategie: Ende der Talfahrt für Eon und RWE?"

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  • Am Ende aller Tage haben unsere Eltern bzw. Großeltern diese beiden Konzerne überhaupt entstehen lassen - über die Gebühren. Staatskonzerne par excellence.

    Beide haben genau ein Problem: Die Politik gibt die Marschrichtung vor. Solange die dümmliche Ostquotenfrau Merkel sich mit Atomabschaltung profiliert (wirtschaftl. der einzigartige Supergau) gehts berab. Das passierte nur, um wahlkampftechnisch die Grünen auszuschalten und Fr. Merkel karrieretechnisch zu stützen. Dafür alleine gehört die dumme Frau abgewählt.

    Viel interessanter ist aber, daß BEIDE Unternehmen sich an Rußland gebunden haben, mit z.T. jahrzehntelangen Verträgen. Der, der das unterschrieben hat, sollte dafür haftbar gemacht werden. Da das aber durch den gesamten Vorstand abgesegnet war, sollten auch die letzten aus dieser Periode nun endlich gehen.

    Vorher gehts nicht bergauf.

  • volle Zustimmung.
    Die Energieversorger haben keine Chance.
    Egal was sie machen.
    Das einzige was sie retten kann ist der Stopp der Energiewende und Rückkehr zur Vernunft.
    Ich kann im Ausland niemanden erklären, warum ein Land mit den besten (und saubersten) Kraftwerken und den besten Netzen der Welt sich entschieden hat sich selbst zu ruinieren. Noch ein Paar Jahre der Energiewende und wir sind wieder vor der industriellen Revolution.
    Aber das Volk in seiner kollektivem grünen Wahn will es ja angeblich.

  • Da die Versorger unter der Planwirtschaft der Energiewende leiden, halte ich diese Prognosen für sehr gewagt.
    Ich würde mich nicht wundern wenn diese Werte in den einstelligen Eurobereich absacken, denn das Geschäftsmodell ist von den politischen Entscheidungsträgern abhängig.

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