Anlagestrategie
Metro-Aktie hat noch Potenzial nach oben

Aktionäre von Metro hatten in jüngster Zeit wenig Freude an dem Papier. Seit dem letzten Hoch verlor die Aktie knapp 25 Prozent. Charttechnisch könnte jetzt ein Boden erreicht sein. Wie Anleger investieren sollten.
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Die jüngst bekannt gegebenen Zahlen des Konzerns waren alles andere als berauschend. Offensichtlich hatten die Börsianer mit noch schlechteren Resultaten gerechnet, denn die Aktie machte einen deutlichen Sprung nach oben. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 wies das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) vor Sonderfaktoren ein Minus von 40 Millionen Euro aus, es lag damit deutlich unter dem EBIT des Vorjahreszeitraums, bei dem ein Plus von 14 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Vorstandschef Olaf Koch zeigte sich aber optimistisch und verwies unter anderem auf das gut gelaufene Geschäft zu Ostern, das in den aktuellen Zahlen noch nicht erfasst ist.

Metro, Mutterkonzern der Media-Saturn-Holding, steht in einem ständigen Machtkampf mit dem Firmengründer und Miteigner Erich Kellerhals, der noch eine Minderheitsbeteiligung hält. Media- Saturn-Geschäftsführer Horst Norberg hat erst vor wenigen Tagen entnervt das Handtuch geworfen. Die Auseinandersetzungen kommen ungelegen, denn Media Saturn steht in einem harten Konkurrenzkampf mit Online-Händlern wie Amazon, die zunehmend gegen Media Saturn punkten können.

Analysten sehen bei der Metro-Aktie, die schon viele negative Nachrichten eingepreist hat, eher Potential nach oben. Bruno Monteyne, Experte des US-amerikanischen Analysehauses Bernstein Research errechnet bei der Metro-Aktie ein Kursziel bei 33,50 Euro. Das Bankhaus Lampe dagegen hat ein Kursziel von 30 Euro ausgegeben. Christoph Schlienkamp, der Analyst der Düsseldorfer Bank, verweist auf das schwache Geschäftsquartal und das schwierige Umfeld mit starker Konkurrenz für die Metro.

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