Anlagestrategie
Metro lotet die Wende aus

Deutschlands größter Handelskonzern hat sich mittlerweile aus der Verlustzone gekämpft. Darauf mussten die Anleger lange warten. Doch nun könnten die Gewinne der Anfang einer Kurswende bei der Metro-Aktie sein.
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DüsseldorfIm Kerngeschäft mit dem Großhandel ging zwar der Metro-Umsatz noch leicht zurück, dafür wuchs aber das wichtige Liefergeschäft zweistellig. Der Anteil der Eigenmarken nimmt weiter zu, sie bringen eine überdurchschnittlich hohe Rendite ein. Die Elektroniksparte Media-Saturn kann das Niveau des starken Vorjahresquartals halten; im Streit mit dem Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals hat Metro einen juristischen Etappensieg verbucht.

Das Internet-Geschäft wächst dynamisch. Fast sechs Prozent steuert der Online-Handel zu den gesamten Metro-Umsätzen nun bei. Die Kaufhof-Warenhäuser legen auf gleicher Fläche leicht zu. Insgesamt bleibt im ersten Halbjahr eine schwarze Null nach 105 Millionen Euro Verlust im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Deutlich höhere Einnahmen aus dem laufenden Geschäft und eine auf 6,3 Milliarden Euro um ein Fünftel gesunkene Nettoverschuldung sind gute Voraussetzungen für eine weitere Erholung.

Die Metro-Aktien sind eher ein langfristiger Turn-around und damit ein interessanter Basiswert für Zertifikate. Wer eine Kursrally erwartet, der kann mit Faktorzertifikaten die Gewinne hebeln. Das geht bis zum Faktor vier mit einem Produkt der Commerzbank (WKN: CZ6TZV). Allerdings funktioniert der Hebel auch in die andere Richtung. Fällt die Metro um drei Prozent an einem Tag, ist das Zertifikat um zwölf Prozent gesunken.

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Kommentare zu " Anlagestrategie: Metro lotet die Wende aus"

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  • Ich war ein Jahrzehnt Einkäufer bei einem MM Konkurenten...

    Das MediaMarkt jemals billig war wage ich vollkommen zu bezweifeln. Das ist ein Marketinggag den jeder glaubt...

    Einen Unterschied der nicht Werbepreise zu Expert, EP, MediMax oder Euronics konnten wir nie feststellen. Weder bei Weisser, Brauner Ware noch neue Medien...

  • Dafür hat jetzt der Media Markt aus dem gleichen Hause einen 180° Schwenk von Geilgeiz auf Apotheke gemacht und rangiert neuerdings hinter den Preisen der altbekannten Apotheke Conrad Elektronik... USB Sticks ab 8.99 - Boah, wohl ein Geiz ist geil Afterburner Effekt! Fehlt nur noch die 20% Masche à la Praktiker :-)

    Aber ist ja nicht mal das Schlimmste, weil die armen Bediensteten bei Media Markt müssen neuerdings immer Internet Surfen, wenn der Kunde den "marktüblichen" Preis verlangt! Bei meinem letzten Besuch dort tat der arme Bedienkollege nix anderes mehr als die verfehlte Preispolitik des Unternehmens zu ersurfen... den Manager weiter oben, der das verbockt hat, der gehört rausgedepfert, jetzt sofort!

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