Anlagestrategie
Mit „Twin Win“-Zertifikat von steigenden und fallenden Kursen profitieren

Bereits ein Blick auf die Börsenentwicklung der letzten 15 Jahre illustriert eindrucksvoll, warum die Japaner von einer „verlorenen Dekade“ sprechen: Während der US-amerikanische S&P 500 per saldo rund 250 Prozent zulegen konnte und auch dem Euro Stoxx 50 trotz der Schwäche Deutschlands mehr als eine Verdreifachung gelang, notiert der Nikkei 225 noch immer über 60 Prozent im Minus.

Weder der Fall des „Eisernen Vorhangs“ noch der Siegeszug des Internets (im wesentlichen waren es ja diese beiden Faktoren, die die Kurse an der Wall Street und den europäischen Börsen in den „goldenen Neunzigern“ auf immer neue Höhen getrieben haben) konnten die Investoren am Kabuto Cho beeindrucken; jeder zarte Erholungsversuch wurde alsbald wieder von schauderhaften Unternehmensmeldungen und Konjunkturdaten erstickt. Erst mit dem Ende der globalen Aktienbaisse kam dann auch in Tokio die Wende, wobei der Nikkei 225 nun sogar die Nase vorn hat. Seit Mai 2003 ging’s um knapp 70 Prozent nach oben – der Euro Stoxx 50 kommt für denselben Zeitraum „nur“ auf eine Performance von 45 Prozent, der S&P 500 muss sich sogar mit knapp 30 Prozent Plus beschneiden.

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Der fernöstliche Strukturwandel: Rezession ade!

Der Vorsprung resultiert dabei vor allem aus der Dynamik der letzten sechs Monate – und die kommt nicht von ungefähr, denn nach zahlreichen Ökonomen und Analysten hat nun auch die nach den leidvollen Erfahrungen der Vergangenheit traditionell sehr zurückhaltende Notenbank (Bank of Japan, BoJ) offiziell verlautbaren lassen, dass das Rezessionsgespenst nun endlich vertrieben ist. Der Internationale Währungsfonds (IWF) untermauert diese Einschätzung mit einer auf zwei Prozent heraufgesetzten Wachstumsprognose für 2005 und 2006. Sowohl im Rahmen unserer „ZJ Portfolio Strategie“ »(ISIN NL 000 041 377 1) als auch in der redaktionellen Berichterstattung (vgl. ZertifikateJournal 19/05) hatten wir uns frühzeitig für dieses Szenario positioniert; nachdem die ausgewählten bzw. empfohlenen Papiere inzwischen kräftig zugelegt haben, erscheint es freilich dringend geboten, die zweitwichtigste Volkswirtschaft der Erde nochmals einer detaillierten Analyse zu unterziehen. Unser kompetenter Research-Partner dabei: Der Asien-Experte Dr. Karl Pilny, der eineinhalb Jahrzehnte lang als Wirtschaftsanwalt in Japan tätig war und dessen im Frühjahr vorgestelltes Buch „Das asiatische Jahrhundert“ nicht nur in unseren Augen, sondern auch nach Meinung zahlreicher Medien, Politiker und Wissenschaftler eine ebenso differenzierte wie visionäre Studie des fernöstlichen Strukturwandels darstellt.

Die Japaner haben ihre Hausaufgaben gemacht

Folgt man Pilnys Thesen, ist der aus den jüngsten Avancen des Nikkei 225 abzuleitende Optimismus der Börsianer durchaus berechtigt; anders als 1995/96 und 1998/99, als die Aufwärtsphasen sich nach kurzem Hoffen doch wieder nur als „Bullenfalle“ entpuppten, haben die Japaner jetzt endlich ihre Hausaufgaben gemacht. Das gilt vor allem für die Banken, deren abenteuerliche Finanzierungsmodelle die Exzesse der achtziger Jahre überhaupt erst ermöglicht hatten und die folglich in arge Schieflage gerieten, als die Spekulationsblase platzte – Vorstände, die auf Pressekonferenzen unter Tränen und demütigen Verbeugungen den Bankrott ihrer Institute zugeben mussten oder aus Verzweiflung über diesen Gesichtsverlust sogar den Freitod wählten, waren damals keine Seltenheit. Nun jedoch zeigen die radikalen Abschreibungen, die von der Regierung verordneten Zwangsfusionen zahlreicher Kredithäuser sowie die stark verschärften gesetzlichen Vorschriften für die Unterlegung von Darlehen mit Eigenkapital Wirkung: Statt Thrillern legen die japanischen Banken nun weitgehend saubere Bilanzen vor, die Quote der faulen Kredite konnte auf unter fünf Prozent reduziert werden und trotz der niedrigen Zinsen können sich auch die Gewinnmargen sehen lassen.

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