Anlagestrategie
Mit Vorschuss-Dividenden ordentlich verdienen

Die Zinsen sind niedrig, mit Anleihen ist kaum noch etwas zu holen. Dividendenstarke Aktien sind eine Alternative. Wer nicht direkt investieren möchte, findet spezielle Produkte als Ergänzung für das Portfolio.
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DüsseldorfBundesbonds gelten als der letzte sichere Hafen unter Europas Staatsanleihen. Deshalb sind sie leider so sehr im Preis gestiegen, dass ihre Renditen gegen Null tendieren. Auch das Sparbuch ist seit den letzten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank keine Alternative mehr für Sparer, die rechnen können.

Der Begriff Festgeld erinnert derzeit eher an die alte Währung auf der mikronesischen Insel Ulithi. Dort wurden riesige runde Steinscheiben mit einem Loch in der Mitte seit Urzeiten als Zahlungsmittel benutzt. Ein Diebstahl des zum Teil mehrere Tonnen schweren Steingeldes war zwar ausgeschlossen, Zinsen in Form von beispielsweise Kieseln aber leider auch.

Anleger auf der Suche nach renditeträchtigen Zinsalternativen landen schnell beim Thema Aktie. Denn während Bundesanleihen derzeit nach Steuern und Inflation unter dem Strich negative Erträge bringen, locken Dax-Titel mit einer Dividendenrendite von teilweise drei Prozent oder mehr. Das Problem dabei: Aktienkurse sind in der Regel volatiler als Anleihen. Und dieses Risiko scheuen konservativ orientierte Anleger oft.

Doch es gibt eine Möglichkeit, den Nachteil der höheren Volatilität in einen Vorteil umzumünzen und hohe Dividenden bei reduziertem Risiko einzufahren. Die Lösung: Discount-Zertifikate auf dividendenstarke Aktien. Der Trick: „Bei diesen Zertifikaten werden die für die betreffenden Aktien erwarteten künftigen Gewinnausschüttungen dazu genutzt, um die Konstruktionen der Zertifikate überhaupt möglich zu machen. Anleger legen sich also mit diesen Produkten Papiere ins Depot, in denen die erwarteten Dividenden bereits enthalten sind.

Sie sichern sich dadurch bei Kauf des Produktes die erwarteten Dividenden für die Laufzeit des Zertifikates, und das steuerfrei. Zudem sichern sich Anleger über ein Discount Zertifikat gleichzeitig in gewissem Umfang gegen Kursrückgänge ab“, erklärt Stefano Angioni von der DZ Bank. Eine hohe Volatilität sorgt dabei zusätzlich für eine Preisreduzierung der Discountzertifikate während der Laufzeit – was zum Schluss unter dem Strich eine höhere Rendite bedeuten kann.

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  • Vorsicht mit dem Dividendentermin. Britische, Amerikanische Aktien zahlen Quartalsweise. Dabei haben einige, wie die Briten BP einen Dividenstichtag, der 1 1/2 Monate vor der Auszahlung liegt, kauft man danach, bekommt man keine Dividende in dem Quartal.

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