Anlagestrategie
Mit Zertifikaten auf den Konsumboom setzen

Mit speziellen Zertifikaten können Anleger vom Konsumboom profitieren. Wir stellen interessante Papiere vor.
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FrankfurtNur wenige Anlagezertifikate werden derzeit angeboten, mit denen Investoren breit gestreut, aber gezielt auf die größten Profiteure der steigenden Konsumkraft in Asien setzen können. Zu den Neusten gehört ein Indexzertifikat, das die UBS vor Kurzem emittiert hat (WKN: UU1ENZ). Das "China-Domestic-Growth"-Zertifikat zeichnet die Wertentwicklung eines Aktienkorbes nach, der sich aus chinesischen Konsumtiteln zusammensetzt. Darunter finden sich bekannte Namen wie der Telekom-Riese China Mobile oder Haushaltgerätehersteller Haier.
Dass die Konzentration auf das Binnenwachstum der chinesischen Wirtschaft renditeträchtig sein kann, verdeutlicht ein Blick auf die Entwicklung eines ähnlichen Zertifikats, dass schon deutlich länger auf dem Markt ist: Rund 80 Prozent gewann das China Consumer Brand-Indexzertifikat (ML0B0P) von Bank of America Merrill Lynch in den vergangenen drei Jahren. Es beinhaltet die Aktien von zwei Dutzend Unternehmen aus dem Reich der Mitte, die über starke Markennamen verfügen.

Zum Vergleich: Keiner der zahlreichen chinesischen Börsenbarometer wie der HSCEI, CSI 300 oder der HangSeng schaffte es im gleichen Zeitraum im Plus zu landen.
Wer nicht nur das enorme Konsumpotenzial der 1,3 Milliarden Chinesen in bare Münze umwandeln möchte, sondern auch weitere asiatischen Länder im Visier hat, kann derzeit zwar nicht auf vergleichbare Branchenzertifikate zurückgreifen - doch es gibt interessante Alternativen fürs Depot: Zertifikate mit denen Investoren auf Potpourris westlicher Firmen setzen können, die auch auf Asiens Märkten Erfolge feiern. Schließlich beobachten Experten, dass mit steigendem Wohlstand die Nachfrage der Bevölkerung nach höherwertigen Waren aus den Industrieländern zunimmt.

Zu den neusten Papieren mit denen sich Anleger am Erfolg solcher Unternehmen beteiligen können, gehört ein Kapitalschutz-Zertifikat der Credit Suisse (CS8AH4). Es basiert auf einem Aktienkorb mit Konsumgrößen wie LVMH, Nestlé und VW, die laut Emissionsbank "entweder selbst oder über ihre Marken bei ihren Endkunden bekannt sind und bei diesen eine hohe Wertschätzung genießen". Wie bei allen Kapitalschutzprodukten ist das Verlustrisiko bei fallenden Aktienkursen stark reduziert. Im Gegenzug ist aber auch das Gewinnpotenzial beschnitten.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur

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