Anlagestrategie
Reifenhersteller gut in Fahrt

Denken deutsche Börsianer an Reifenhersteller, fällt wohl zuerst der Name des Dax-Konzerns Continental. Aber auch in Frankreich gibt es einen Reifenkonzern, mit dem Investoren gut in der Spur liegen.
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DüsseldorfEnde 2015 streicht Michelin-Konkurrent Bridgestone die Segel als Ausrüster der MotoGP-Klasse im Motorradrennsport. Im darauf folgenden Jahr übernimmt Michelin diese exklusive Rolle. Das französische Unternehmen sieht diese Funktion auch im Zusammenhang mit der Entwicklung technischer Innovationen, die für das Reifengeschäft außerhalb der Rennstrecken nutzbar gemacht werden können.

Das Unternehmen ist nicht nur in Europa gut positioniert. Laut einer Studie von J.D. Power Asia Pacific ist das Unternehmen zum elften Mal in Folge in Japan Spitzenreiter auf der Zufriedenheitsskala bei Winterreifen. In Polen plant Michelin Investitionen von etwa 100 Millionen Euro zur Modernisierung eines Werkes, das Reifen für Landwirtschaftsfahrzeuge herstellt.

Aufgrund des starken Euro im Vergleich zu vielen anderen Landeswährungen musste das Unternehmen im ersten Quartal einen Umsatzrückgang in Höhe von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,8 Milliarden Euro hinnehmen. Die Konkurrenzsituation mit anderen Wettbewerbern hat dazu geführt, dass Preisnachlässe gewährt werden mussten. Allerdings haben die Franzosen bereits eine Erholung bei den Umsätzen wahrgenommen, so dass der Ausblick mit einer Umsatzsteigerung von drei Prozent im Gesamtjahr gegenüber 2013 beibehalten wurde.

Die Analysten von Goldman Sachs haben in einer aktuellen Einschätzung das Kursziel von 95 auf 104 Euro angehoben. Die Michelin-Aktie kostet gegenwärtig gut 92 Euro, so dass sich aus der Sicht der US-Bank Potenzial in Höhe von etwa 13 Prozent ergibt. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im April hat die Schweizer UBS ihre Kaufempfehlung beibehalten und ein Kurszielt von 96 Euro ausgerufen. Trotz des Umsatzrückgangs hat UBS-Analyst Philippe Houchois die Auffassung vertreten, dass sich aus den Zahlen eine Erholung des Reifenmarktes ablesen lässt.

Mit Bonus-Zertifikaten setzen Investoren auf überdurchschnittliche Gewinne, auch wenn sich der Basiswert nur seitwärts bewegt. Entscheidend ist dabei, dass eine entsprechende Barriere während der Laufzeit nicht berührt wird. BNP Paribas hat ein Bonus-Produkt auf Michelin im Angebot, das am 19. Juni 2015 fällig wird (WKN PA3NL1).

Der Bonusbetrag von 108 Euro wird ausgezahlt, wenn die Michelin-Aktie während der Laufzeit nie die Marke von 74 Euro berührt. Bei einem aktuellen Kurs des Zertifikates von 98 Euro entspricht das einer Jahresrendite von mehr als zehn Prozent. Die Partizipation an Kursgewinnen der Aktie über die Kursmarke von 108 Euro ist nicht durch einen Cap begrenzt. Wird die Barriere berührt, erhalten die Investoren den Gegenwert der Michelin-Aktie am Fälligkeitstag.

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