Anlagestrategie
Von der Wende in der Stahlbranche profitieren

Arcelor-Mittal-Aktionäre hatten in den vergangenen Monaten nichts von den Kursgewinnen gesehen, die der breite Markt Anlegern beschert hat. Allmählich zeichnet sich allerdings eine Trendwende in der Stahl-Branche ab.
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Seit Jahresbeginn hat die Aktie von Arcelor Mittal über zehn Prozent verloren. Damit spiegelte der Kursverlauf die schlechten Zahlen. Im vergangenen Jahr blieb für das Unternehmen ein dickes Minus übrig. Per Saldo blieb der Konzern 2012 auf einem Verlust von 3,7 Milliarden US-Dollar sitzen. Das Jahr zuvor wurde noch ein Gewinn von knapp 2,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Ein Grund für die schlechten Zahlen des vergangenen Jahres: Der Konzern musste Abschreibungen in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar auf Hochöfen unter anderem in Frankreich und Belgien verkraften. Im August 2013 hat der weltgrößte Stahlkonzern mit Sitz in Luxemburg noch darauf hingewiesen, dass das Unternehmen vor allem durch den schrumpfenden europäischen Markt betroffen war. Die europäische Region ist einer der wichtigen Absatzmärkte für Arcelor Mittal.

Im zweiten Quartal 2013 machte sich allerdings eine Verbesserung gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres bemerkbar. So legten die Stahllieferungen um 1,7 Prozent auf 21,3 Millionen Tonnen zu, die Eisenerzproduktion erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 15 Millionen Tonnen. Für das zweite Halbjahr zeigt sich der Konzern weiter optimistisch.

Positive Einschätzung
Eine deutliche Anhebung des Kursziels für Arcelor Mittal von 11,50 auf 18 Euro nahm Abhi Shukla, Analyst bei der Société Générale, in einer aktuellen Studie vor. Shukla sieht sowohl firmeninterne Restrukturierungen als auch Verbesserungen im Stahlsektor allgemein, die zu einer deutlichen Verbesserung der Gewinnsituation bei Arcelor Mittal führen sollen. Für die kommenden drei Jahre sieht der Experte eine Verbesserung der Margen bei den Stahlkonzernen. Eine Trendwende bei den Stahlpreisen sieht ebenfalls das britische Marktforschungsinstitut MEPS. Nach deren Auffassung sollte die Stahlbranche im laufenden Jahr den Tiefpunkt des Zyklus hinter sich lassen.

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