Anlagestrategie: Wenn der Dax keine Rally startet

Anlagestrategie
Wenn der Dax keine Rally startet

Viele Experten erwarten, dass 2013 die Dax-Rekordmarke aus dem vergangenen Jahr von 8.151 Punkten geknackt wird. Doch vorsichtige Anleger sichern sich ab. Mit Produkten, die bei leicht steigenden und fallenden Kursen zulegen.

FrankfurtDeutsche Aktien haben ein sehr gutes Jahr 2012 hinter sich. Nur noch rund 150 Punkte trennen den deutschen Leitindex Dax von der 8.000-Punkte-Marke. Bis zum Allzeithöchststand aus dem Jahr 2007 sind es noch einmal etwa 150 Punkte mehr. 8.151 Punkte waren es damals. Danach folgte der Absturz mit anschließender Börsen-Hausse. Jetzt steht der Rekord erneut zur Disposition. Die Zeichen stehen auf eine Fortsetzung der guten Laune an der Börse: Stimmungsindikatoren wie ZEW- und ifo-Index überraschten zuletzt positiv.

Auch charttechnisch sieht es gut aus: „Der Dax-Aufschwung wird von vielen Aktien getragen“, erklärt Thomas Amend von HSBC Trinkaus. „Die Kurse von rund drei Viertel der Aktien im Dax notieren über ihrer jeweiligen 200-Tage-Linie. Und sämtliche Trendfolge-Indikatoren senden positive Signale. Die Ampeln stehen also auf Grün. Ein Anstieg des Dax über die 8.000-Punkte-Marke ist nicht unwahrscheinlich“, so Amend.

Es gibt viele Anleger, die solche Prognosen wohlwollend aufnehmen. Die Mittelzuflüsse für Aktienfonds sind seit zwei Monaten wieder positiv, nachdem Investoren in den vier Jahren zuvor ihr Geld immer mehr abzogen. Insbesondere Fonds, die in europäische Aktien investierten, verloren in den zurückliegenden sechs Jahren insgesamt 15 Prozent ihres Wertes nur aufgrund von Mittelabzügen. Dieser Trend scheint nun gebrochen. Und nicht nur die Fondsanleger kehren zurück. Auch die Anleger, die in Zertifikate investieren, werden wieder mutiger.

„Die Risikobereitschaft hat deutlich zugenommen“, sagt Heiko Geiger von Vontobel. „Wir beobachten, dass im Durchschnitt Discountzertifikate mit höheren Caps und Aktienanleihen mit höheren Kupons gekauft werden. Das bedeutet zwar theoretisch höhere maximal erzielbare Renditen, aber auch ein größeres Verlustrisiko“, so Geiger, der skeptisch bleibt, wenn es um die weitere Entwicklung am Aktienmarkt geht.

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