Anlagezertifikate auf Hedgefonds
Einen Schritt vor, zwei zurück

Hedgefonds-Zertifikate versprechen Gewinne für jede Börsensituation. Das gilt aber leider nur für die Emittenten. Anleger zahlten bislang meistens drauf.

Hedgefonds – das klingt nach Börsenabenteuer, gewinnbringende Spekulationen auf Mega-Merger, fallende Währungen und Regierungen. Seit der legendäre Börsen-Spekulant George Soros im September 1992 mit seinem Quantum-Fonds gegen das britische Pfund wettete, es aus dem europäischen Währungssystem aushebelte und damit über Nacht eine Milliarde Britische Pfund verdiente, umweht die Hedgefonds-Branche ein Hauch von Allmacht. Hedgefonds-Manager, so schien es ein Zeit lang, können über Wasser gehen – oder sie sind zumindest mit allen Wassern gewaschen. Dabei ist es eigentlich gar nicht die Aufgabe von Hedgefonds, riesige Gewinne durch gewagte Spekulationen zu erzielen. „To hedge“ bedeutet wörtlich übersetzt „absichern“.

Beim Vater der Hedge-Fonds, Alfred Winslow Jones, hatte es Ende der vierziger Jahre tatsächlich noch diese Bedeutung. Der gelernte Finanzjournalist entwickelte eine Handelsstrategie, die sowohl bei fallenden als auch bei steigenden Märkten Gewinne möglich mache: Er kaufte Aktien aussichtsreicher Unternehmen. Und er verkaufte Aktien von weniger aussichtsreichen Unternehmen leer, ohne sie zu haben – er lieh sie sich und kaufte sie später, wenn sie im Wert verloren hatten, preiswerter zurück. Durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Aktien konnte er einen Teil des Marktrisikos eliminieren. Alfred Winslow Jones starb 1989 –steinreich.

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