Anlagezertifikate
Börsenauszeit im Spätsommer

Saisonstrategiezertifikate auf den Dax und den Euro Stoxx 50 versuchen die Indexperformance zu schlagen, indem ausschließlich zu historisch günstigen Zeiten ein- und ausgestiegen wird.

Es gibt Investoren, für die ist ein Dax-Stand von über 8.000 Punkten nur eine Reminiszenz an verrückte Börsentage, an denen die Deutsche Telekom einmal über 100 Euro notierte und Infineon den Charakter einer Volksaktie besaß. Und es gibt solche, für die ist ein Indexstand von 8.184 Punkten die Realität im Depot. Zum Beispiel für jene Investoren, die im Jahr 2001 bei der Emission des Best-Season-Zertifikats von ABN Amro zugegriffen haben (WKN: 559282).

Das Papier bildet die Kursentwicklung des Deutschen Aktienindex (Dax) ab, pausiert allerdings mit der Indexinvestition in den historisch schwachen Börsenmonaten August bis Oktober. In dieser Zeit wird das Zertifikat unverändert mit dem letzten Schlusskurs des Monats Juli gehandelt, um dann ab dem 1. November wieder den Dax abzubilden. Derzeit notiert das Zertifikat bei einem Kurs von 81,84 Euro, während ein klassisches Indexzertifikat auf den Dax analog zum Indexstand von rund 5 600 Punkten bei 56 Euro notiert.

„Erbsenzählerei“ lautet der Vorwurf, den Kritiker gegenüber solchen Strategien erheben. Doch in der Praxis gehört die Investition anhand saisonaler Muster zu den verlässlichsten Strategien überhaupt. Wer demnach in den vergangenen zehn Jahren in den historisch schwachen Börsenmonaten August bis Oktober an der Seitenlinie des deutschen Aktienmarkts war, umschiffte gleich vier Perioden, in denen der Dax mehr als 15 Prozent abgab. Umgekehrt konnte der Dax in diesen zehn Zeiträumen nie um mehr als zehn Prozent zulegen.

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