Anlagezertifikate
Die besten Discountzertifikate fürs Depot

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DÜSSELDORF. Alle zwei Wochen werden in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Scope die attraktivsten Discountzertifikate auf den deutschen Leitindex Dax mit einer kurzen Restlaufzeit veröffentlicht. In Kürze wird das Angebot dann auch Discounter umfassen, die auf dem Euro Stoxx 50 und ausgewählten Einzelaktien basieren.

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Damit wird dem hohen Interesse der Anleger nach den beliebten Teilschutzpapieren Rechung getragen: Discountzertifikate verzeichnen derzeit das größte Handelsvolumen unter Anlagezertifikaten und vereinen beispielsweise an der Börse Stuttgart mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes auf sich. Beliebt sind dabei zunehmend Papiere mit überschaubarem Anlagehorizont.

Auslöser für den Umsatzschub der "Kurzläufer" ist die Abgeltungsteuer: Bis Ende 2008 mussten Anleger Gewinne mit den meisten Zertifikaten - ausgenommen Garantiepapiere - ebenso wie die mit Aktien mit ihrem individuellen Steuersatz versteuern, wenn sie die Papiere kürzer als ein Jahr hielten. Außerhalb dieser Spekulationsfrist waren die Erträge steuerfrei. Unter dem neuen Steuersystem entfällt diese Benachteilung kurzfristiger Anlagen: Investoren zahlen nun auf Kursgewinne stets den einheitlichen Pauschalsatz von 25 Prozent zuzüglich Soli-Zuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer - unabhängig davon, wie lange das Wertpapier vor dem Verkauf im Depot lag.

Anlegern komme die neue Regelung entgegen, ist Gregoire Toublanc, Zertifikateexperte bei BNP Paribas, überzeugt: "Es ist sehr schwer, sich für einen Zeitraum von einem Jahr und länger eine Meinung zu den Märkten zu bilden - erst recht in volatilen Zeiten wie aktuell", sagt er. "Wenn ich nur für wenige Monate investiere, brauche ich zwar auch eine Marktmeinung. Diese muss aber nicht so zugespitzt sein", fügt Toublanc hinzu.

Die Funktionsweise von Discountzertifikaten: Anleger erwerben den gewünschten Basiswert mit einem Abschlag auf dessen aktuellen Kurs. Dieser Discount wird dadurch finanziert, dass die Gewinne auf eine bestimmte Kursgrenze - den Cap - begrenzt sind und Dividenden einbehalten werden. Zum Laufzeitende werden die Papiere dann zum Kurs des Basiswertes zurückgezahlt. Im Gegenzug zu den eingeschränkten Gewinnen erhält der Anleger somit einen Risikopuffer gegen Verluste und kann selbst bei stagnierenden Märkten attraktive Seitwärtsrenditen erzielen.

Zertifikate steigen in der Anlegergunst

Und gerade in anhaltend turbulenten Zeiten honorieren Anleger die Vorteile strukturierter Produkte wieder: Obwohl sich die Markteinschätzung der Investoren in Deutschland innerhalb der vergangenen drei Monate erheblich verschlechtert hat, stieg die Präferenz für Zertifikate gleichzeitig auf das Niveau vor Beginn der Finanzkrise. Dies zeigt eine repräsentative Studie von TNS Infratest im Auftrag der DZ Bank, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach gehörten Zertifikate neben Tages- und Festgeldangeboten sowie Geldmarktfonds momentan zu den einzigen Gewinnern in Sachen Anlegergunst.

"Die Zinsen sinken kontinuierlich, viele Anleger suchen Alternativen zu Tages- und Festgeldanlagen", so Mathias Schölzel, Derivate-Experte der Deutschen Bank. Kurzläufer könnten laut Schölzel eine Alternative sein: "Wenn ich meinen Sicherheitspuffer groß genug wähle, ist das Risiko sehr gering und dank der kurzen Laufzeit wird mein Kapital nicht lange gebunden."

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