Anlagezertifikate
Schwellenländer auf Nummer sicher

Obwohl die Aktien der BRIC-Länder einen Teil der Verluste aus Mai/Juni wieder wettmachen konnten, notieren sie immer noch deutlich tiefer als vor wenigen Wochen. Die Emittenten erleichtern nun auch defensiveren Anlegern die Einstiegsentscheidung, indem sie vermehrt Zertifikate mit Verlustpuffer oder vollständigem Kapitalschutz auf den Markt bringen.

Die weltweite Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten im Mai und Juni erwischte die Börsen der Schwellenländer und damit auch die sogenannten BRIC-Märkte besonders stark. Der brasilianische Leitindex Bovespa und der chinesische Hang Seng China Enterprise büßten in nur vier Wochen rund 20 Prozent ihres Wertes ein. Indiens Sensex und der von der Wiener Börse berechnete Russland-Index RDX verloren im gleichen Zeitraum rund 30 bzw. 35 Prozent.

Die Wucht des Kurssturzes ging bei Weitem über die üblichen Korrekturen wie im Herbst vergangenen Jahres hinaus und überraschte die meisten Anleger. Auch entsprechende Basket- und Indexzertifikate, die im Glauben an den in Hochglanzbroschüren beworbenen besonderen Appeal des Megatrends BRIC ihren Weg in zahlreiche Anlegerdepots gefunden haben, entwickelten sich analog.

Trotzdem haben Analysten wie Emittenten das Thema BRIC nicht abgehakt. Erstere sehen das Tempo des ökonomischen Wachstums in Brasilien, Russland, Indien und China unabhängig von den jüngsten Kursturbulenzen anhaltend hoch und die BRIC-Story damit auch langfristig intakt. Und die Zertifikateanbieter legen in Sachen Markt- und Kundenorientierung nach, indem Sie nun die Palette entsprechender Zertifikate um Garantie- und Teilschutzpapiere erweitern. Damit kommen Sie den Anlagewünschen von defensiveren Investoren entgegen, die die Korrektur als Einstiegsmöglichkeit nutzen möchten, aber bisher aufgrund der erhöhten Risiken noch gezögert haben, ein BRIC-Investment einzugehen.

Seit einer Woche befindet sich beispielsweise ein Garantiezertifikat der Raiffeisen Centrobank auf dem Markt (WKN: RCB0VJ), das langfristig orientierten Anlegern bei fast vollständigem Kapitalschutz eine hundertprozentige Partizipation an der Entwicklung des kapitalisierungsgewichteten S&P BRIC 40 Kursindex bietet (siehe Tabelle). Darin sind die 40 liquidesten und nach Börsenwert größten BRIC-Aktien gebündelt, wobei chinesische Titel mit einem Anteil von rund 36 Prozent dominieren.

Der Abrechnungspreis wird als arithmetischer Durchschnitt über die achtjährige Laufzeit berechnet. Trotz der Garantiefunktion und der hohen Partizipationsrate verfügt das Papier der Österreicher über keinen Cap, der die Gewinnmöglichkeit des Käufers deckelt. Der Anleger zahlt für den Kapitalschutz, indem die Dividenden der im Basiswertindex enthaltenen Aktien vollständig von der Emittentin vereinnahmt werden.

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