Anleger unsicher
Lebhafter Derivatehandel an der Börse

Der Handel von Derivaten an der Börse war im Mai wieder deutlich lebhafter als noch im April. Das galt vor allem für Bonuszertifikate. An den Mai 2011 kommt der Monat dennoch lange nicht heran.
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FrankfurtVerunsicherte Anleger haben den börslichen Derivatehandel im Mai mit Gewinnmitnahmen beflügelt. An der Stuttgarter Euwax und der Frankfurter Scoach kauften und verkauften Anleger Zertifikate und Hebelprodukte im Wert von rund 3,9 Milliarden Euro, wie der Deutsche Derivate Verband (DDV) am Dienstag mitteilte. Das waren knapp acht Prozent mehr als im April. Die Orderzahl und das durchschnittliche Ordervolumen legten ebenfalls zu.

Vor allem Bonuszertifikate wurden zuletzt deutlich lebhafter gehandelt. Experten zufolge ist der verstärkte Umsatz dort und in den übrigen Derivatearten vor allem auf Verkäufe zurückzuführen. Angesichts der anhaltenden Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hätten viele Anleger im Mai Kasse gemacht, um Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu begrenzen. Zudem hätten viele Anleger Put-Optionsscheine gekauft, um sich gegen weitere Kursverluste abzusichern.

Gegenüber dem Mai 2011 verlief der Handel trotz der jüngsten Belebung deutlich ruhiger. Der Umsatz an der Euwax und Scoach lag insgesamt um 30 Prozent niedriger. Experten begründen das mit den ungewöhnlichen Kursturbulenzen im vergangenen Jahr. Damals waren die Börsen nach der Naturkatastrophe in Japan, die sich im März ereignet hatte, wochenlang aus dem Ruder gelaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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