Auch künftig nur Dachfonds für den Privatanleger
Mit Zertifikaten vom China-Boom profitieren

Mehr als 10% seiner Fahrzeuge setzt Volkswagen mittlerweile in der VR China ab. Das Absatzvolumen ist damit um ein Vielfaches größer als in bereits entwickelten Märkten wie den USA oder Japan. Kaum ein deutsches Unternehmen sieht in seiner Expansions- und Investitionsstrategie nicht auch primär China vor. China verspricht das, was alle am Wirtschaftsleben Beteiligten suchen: Wachstum. Über die letzten 10 Jahre wuchs die chinesische Wirtschaft mit einer jährlichen Wachstumsrate von mindestens 7 %.

Verglichen damit erscheint selbst das amerikanische Wirtschaftswunder der 90er Jahre wenig spektakulär. Zugegeben: Die Basis ist natürlich eine andere. Festzustellen ist, dass sich das amerikanische Wirtschaftswachstum zunehmend verlangsamt. Der Malus des hohen Außenhandelsbilanzdefizits und eine drohende Dollarschwäche geben berechtigten Anlass zur Sorge. Für Investoren erscheinen die Rahmenbedingungen in China mittelfristig deutlich attraktiver.

Vielversprechender Binnenmarkt

Chinas große Wettbewerbsvorteile sind u.a. die extrem niedrigen Lohnkosten, die unterbewertete Währung und eine mittlerweile absolut progressiv marktwirtschaftlich orientierte Regierung. Durch die gigantische Bevölkerungszahl von 1,3 Mrd. wird sich China auf kurze Sicht auch in einen florierenden Binnenmarkt verwandeln. Dieser Mix macht China zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte weltweit. Die in den westlichen Volkswirtschaften so sehr befürchtete Deflation sollte diese Entwicklung nicht aufhalten können. Ganz im Gegenteil ist davon auszugehen, dass die extrem kompetitive chinesische Exportwirtschaft sogar vom Preiswettbewerb in den entwickelten Volkswirtschaften profitieren könnte.

Das beste Beispiel für einen ähnlich radikalen Transformationsprozess ist sicherlich Japan. Beginnend in den 50er Jahren bis in die 80er Jahre wuchs dort die Wirtschaft in einem ähnlichen Tempo wie heute in China. Triebfeder war auch in Japan die Exportwirtschaft, begünstigt durch eine unterbewertete Währung und niedrige Lohnkosten. Der Wohlstandseffekt, induziert durch das starke Wachstum, führte daraufhin in den 70er Jahren zu einer festeren Währung, steigenden Land- und Immobilienpreisen und letztendlich zu einem gigantischen Boom an den japanischen Aktienmärkten in den 80er Jahren.

Früher oder später sollte die positive Wirtschaftsentwicklung auch auf die Finanzmärkte durchschlagen. Für den Anleger stellt sich allerdings die Frage, wie er sich am besten in dieser Wachstumsstory positioniert. Um die Möglichkeiten wirklich optimal ausloten zu können, sollte ein Anleger angesichts der Komplexität und Dynamik der chinesischen Wachstumsstory Anlagemöglichkeiten professionell umsetzen lassen.

Neues Zertifikat für das China-Investment

Für Anleger wurde jetzt eine Kombination aus den beiden Megatrends China und dem Wachstumsmarkt Anlage-Zertifikate geschaffen. Denn absolute Performance und Partizipation an der chinesischen Wachstumsstory bei möglichst niedriger Volatilität zu erreichen, ist das Ziel des AIMS Absolute China Zertifikats, das Hedge Funds ähnliche Strategien am chinesischen Markt einsetzt. Generell gestaltet sich der Zugang zu Hedge Fund-Techniken in Deutschland schwierig und war bislang nur über Dachfonds-Konstruktionen im Zertifikatemantel möglich.

Auch zukünftig wird dem Privatanleger nur "Hedge Fund-Gulasch" in Form von Dachfonds angeboten werden. Allerdings eröffnen Zertifikate wie das Absolute China Zertifikat eine Alternative, um in Single Manager Hedge Funds-Techniken zu investieren. Solche aktiv gemanagten Zertifikate bilden die Wertentwicklung von Strategien ab, deren Anlageuniversum neben Derivaten aller Art, Kassabeträge und Shortpositionen auch Leverage (Hebelwirkung) zulässt. Der jeweilige Strategiemanager, dies können beispielsweise Vermögensverwalter sein, entscheidet dabei über die Zusammensetzung der Strategie. Umschichtungen können jederzeit vorgenommen werden, solange sie mit der Strategiedefinition konform gehen.

Unterschiede zu herkömmlichen China-Fonds

Das Zertifikat unterscheidet sich in vielen Punkten von herkömmlichen China-Fonds. Zum einen kann es Hedge Fund-Techniken einsetzen und dadurch mit bis zu 100 % Leverage (Hebel) arbeiten und gegebenfalls auch über Leerverkäufe auf fallende Kurse setzen. Obwohl die Manager auf Grund ihrer positiven Sicht chinesischen Wachstums in der Regel stark investiert sein wollen, halten sie es für sinnvoll, unter Bedingungen extremer Marktschwankungen auch gelegentlich gegenzusteuern.

Denn extreme Volatilitäten waren schon immer Kennzeichen der chinesischen Börsen und versprechen es auch zu bleiben. Die Manager wollen besonders dann mit Hebel arbeiten, wenn drastische unerwartete Marktkorrekturen günstige Chancen für überproportional große spätere Kursgewinne schaffen.

Auch andere asiatische Märkte sind abgedeckt

Das Universum des Zertifikats umfasst neben der Volksrepublik China, Hong Kong und Taiwan -- den klassischen chinesischen Kernmärkten --, auch andere asiatische Märkte. Vorausgesetzt, dass dortige Unternehmen stark wachsende Anteile ihrer Umsätze oder Erträge in China erzielen. Oft bieten diese nicht-chinesischen Unternehmen bessere Ertragsperspektiven und Managementqualitäten als ihre chinesischen Konkurrenten. Beispiele sind Petrochemiefirmen aus Südkorea oder Bauunternehmen aus Singapur, die in China Fuß gefasst haben, aber auch Rohstoff-Zulieferer aus Indonesien, Thailand und Malaysien. Währungs-Management ist eine weitere wichtige Komponente der Strategie. Während andere China-Produkte Währungsrisiken zumeist ignorieren, zielt diese Strategie darauf ab, Renditen für Investoren mit der Basiswährung Euro zu optimieren.

Oft wird übersehen, wie viel Performance China-Aktien in Hong Kong durch die anhaltende Baisse des Dollars verlieren. Seit dem Jahr 2002 brachte die 30 %ige Abwertung des Dollars zum Euro deutsche Anleger hohe Einbussen auf China-Investitionen. Selbst künftige Aufwertungen des Renminbi könnten zu klein ausfallen, um europäische Investoren gegen gleichzeitige Abwertungen des Dollar/Euro Kurses zu schützen. Dieses Problem wird durch aktives Währungsmanagement beseitigt. Das dritte Merkmal, mit dem sich das Zertifikat abhebt, ist die Einbindung von Rohstoff-Aktien in die Anlagestrategie. China ist ausschlaggenbender Nachfrage-Faktor für industrielle und landwirtschaftliche Rohstoffe, auf Grund seiner gigantischen Bevölkerung und hohen Wachstumsraten. Und: Mit der Liberalisierung des Handels und Imports von Edelmetallen verspricht China künftig die Preise von Edelmetallen höher zu treiben.

Stephan Kunze ist bei der ABN Amro in Frankfurt am Main tätig.

Gute Argumente:

Wachstum - China wuchs In den vergangenen zehn Jahren um 7 % pro Jahr. Für den Zeitraum 2003 - 2010 lauten die Prognosen auf 8 % p.a.

Bewertung - Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 10 gelten China-Aktien als vergleichsweise niedrig bewertet.

Liquidität - Starke Auslandsinvestitionen, hohe Sparquoten und steigende Überschüsse in der Handelsbilanz sorgen für eine gewaltige Liquidität im Finanzsystem.

Demographie - Im Gegensatz zu den meisten Industriestaaten weist China gesunde demographische Strukturen auf. Nur 6 % der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre.

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