Bankaktien: Mit Zertifikaten auf eine Erholung setzen

Bankaktien
Mit Zertifikaten auf eine Erholung setzen

Manche Börsenprofis halten Bankaktien aus vielerlei Gründen wieder für ein lohnendes Investment. Privatanleger können mittels Index- oder Discountzertifikaten von einer möglichen Erholung profitieren.
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FrankfurtAnleger, die davon ausgehen, dass Bankaktien demnächst wieder stärker steigen werden, können mithilfe von Zertifikaten auf Bankindizes von einer möglichen Outperformance von Bankinstituten profitieren. Beispiel: Das Indexzertifikat auf den DAXsector Banks Index, herausgegeben von der Commerzbank (WKN: DR0REB). Anlegern, die ihr Kapital breiter streuen wollen, bieten beispielsweise Hypo-Vereinsbank (WKN: HV16E6) und HSBC Trinkaus (TB0MTF) entsprechende Papiere auf den europäischen Stoxx Europe 600 Banks Index an. Ein Blick lohnt auch auf den zuletzt starken US-Bankenindex S&P Banks. Das entsprechende Papier von der RBS (WKN: AA04LQ) hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 11 Prozent an Wert gewonnen.

Indexzertifkate für Investoren mit erhöhter Risikobereitschaft

Investoren mit größerem Risikoappetit bietet sich ein Indexzertifikat von der Deutschen Bank auf den Euro Stoxx Banks Index an (WKN: 709343). In dem 50 Werte umfassenden Index sind überproportional viele griechische, spanische, italienische und irische Banken vertreten. Der Risikoappetit der Anleger auf Finanzinstitute aus europäischen Krisenstaaten ist in den vergangenen Wochen offensichtlich gestiegen. Der Index hatte zwar gegen den allgemeinen Börsentrend in den vergangenen 12 Monaten 2,6 Prozent an Wert verloren. Doch seit dem Jahreswechel hat der Kurs des Euro Stoxx Banks Index um 15,8 Prozent zugelegt.

Anleger können auch von der gestiegenen Volatilität bei Bankaktien profitieren. Insbesondere Discountzertifikate eignen sich dafür gut. Denn eine hohe Volatilität bedeutet günstigere Konditionen bei Rabattpapieren. Ein Beispiel dafür ist ein Discountzertifikat von der Deutschen Bank auf den Euro Stoxx Banks Index (WKN DE306N). Das Papier wird Ende Dezember 2011 fällig und bietet derzeit einen Rabatt von rund 15 Prozent auf den aktuellen Indexstand. Die maximale Rendite beträgt 13 Pozent per annum.

Mit einem Discountzertifikat der Raiffeisen Centrobank auf den osteuropäischen CECE Banking Index (WKN RCB33G) können Anleger bis Mitte August dieses Jahres eine maximale Rendite von rund 12 Prozent erzielen. Das entspricht einer Jahresrendite von über 26 Prozent. Die vergleichsweise hohe Renditeaussicht ist mit einem etwas höheren Risiko verbunden als dies beim Euro Stoxx Banken-Zertifikat von der Deutschen Bank der Fall ist: Der CECE Banking Index darf bis zum Stichtag nicht mehr als 5 Prozent an Wert verloren haben. Andernfalls erzielen Anleger mit dem Zertifikat einen Verlust.


Kommentare zu " Bankaktien: Mit Zertifikaten auf eine Erholung setzen"

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  • Selbstverständlich sind Aktien oder Indexzertifikate gute Investments, wenn der Kurs niedrig ist. Kursrutsche auf breiter Basis stehen uns ja noch erst bevor, oder glaubt jemand, daß der kommende Staatsanleihencrasch keinen Einfluß auf die Börse hat? Zur Zeit haben wir einen Idioten-Markt, der auch noch mit unhaltbaren Prognosen für unrealistische Wertsteigerungen gestützt wird.

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