BFH-Urteil
Garantie mit Steuerkick

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sein lange erwartetes Urteil zu Garantiezertifikaten gefällt – mit einem positiven Ergebnis für Anleger (VIII R 53/05).

Die Finanzrichter stellten klar: Teilgarantien führen nicht dazu, dass Erträge auch nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist komplett steuerpflichtig sind. Im Urteilsfall hatte eine Anlegerin in "Dow-Top-10-Indexzertifikate" investiert. Nach zweieinhalb Jahren verkaufte sie die Papiere mit 50 000 Euro Gewinn.

Für das Finanzamt war die Sache klar: Obwohl das Zertifikat nur eine "Mindestrückzahlung" von zehn Prozent des investierten Geldes vorsah, sei es ein normales Garantiezertifikat und damit eine "Finanzinnovation". Deshalb sei der Gewinn trotz abgelaufener Spekulationsfrist voll steuerpflichtig.

Falsch, sagte der BFH. Da nur zehn Prozent garantiert seien, müsse die Anlegerin auch nur zehn Prozent des Gewinns versteuern. Eine völlige Steuerfreiheit bei solchen Mini-Garantien komme allerdings nicht in Betracht.

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