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Biotech & Nasdaq: Die Bonus-Spezialitäten kommen – mit Cap

Société Générale sorgt dafür, dass der Adventskalender neben Wal-, Para- und Haselnüssen auch einige „Bonüsse“ enthält, die sich durchaus als „Genüsse“ entpuppen könnten. Denn erstmals findet der bei den „ZertifikateAwards 2003“ als klarer Favorit des Publikums ausgezeichnete Bonus-Mechanismus nun sogar auf Märkte Anwendung, bei denen diese Struktur bislang mangels Dividenden-Erträgen als unrealisierbar galt.

Dass es nun plötzlich doch funktioniert, liegt am Cap: Wie bei einem Discount-Zertifikat ist die Partizipa-tion nach oben auf einen Höchstbetrag begrenzt und mit den auf diese Weise (für Profis: Verkauf einer Call-Option) erzielten Einnahmen kann die Bank die risikogepufferte Rendite des Bonus-Zertifikats finanzieren.

Société Générale bietet den Dax mit Bonus…

Mit dem Konzept „Bonus-Schwelle plus Cap“ tastet sich auch die lange Zeit nicht sonderlich aktive Société Générale wieder an den deutschen Zertifikate-Markt heran. Sofern die Barriere hält, sind 40 Prozent Ertrag (entsprechend 5,7 Prozent p.a.) gesichert, so dass Anleger selbst bei mauer Entwicklung des Basiswertes durchaus Grund zum Strahlen haben. Die spektakulärste Neuemission ist dabei sicherlich das erste Bonus-Zertifikat auf den als Performance-Index mit voller Dividendenanrechnung konzipierten Dax. Immerhin 35 Prozent Puffer nach unten (Bonus-Schwelle 2 497,12) werden geboten, die durch einen bei 70 Prozent Plus liegenden Cap refinanziert werden. Erst ab einem Index-Stand von knapp 6 500 Punkten geriete man also gegenüber einem Direktinvestment ins Hintertreffen – selbst Optimisten dürften damit zufrieden sein.

…doch der Euro Stoxx 50 bleibt erste Wahl

Zu einer Empfehlung können wir uns dennoch nicht durchringen, was allerdings nicht an der Ausgestaltung, sondern am zugrundeliegenden Kursbarometer liegt: Wer langfristig in hiesige Standardaktien investieren will, sollte sich lieber gleich auf den Euro Stoxx 50 kaprizieren. Dort werden zwar im Rahmen des Bonus-Mechanismus sämtliche Dividenden einbehalten, doch auch ohne die jährlichen Ausschüttungen hat der europäische Super-Index in den vergangenen Jahren aufgrund seiner strukturellen Vorteile besser abge-schnitten als unser heimisches „Börsentierchen“. Außerdem hat man auf der Europa-Ebene die Auswahl zwischen zahlreichen Zertifikaten und Wettbewerb ist für den Konsumenten bekanntlich immer gut. Im Moment hat dabei übrigens wieder einmal die Hypo-Vereinsbank die Nase vorn, die unter WKN 314 776 noch bis zum 19. Dezember ein sechsjähriges Papier mit unbegrenzter Partizipation, 45 Prozent Bonus und 40 Prozent Risikopuffer anbietet.

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