Bislang war der Aktienmarkt für Ausländer kaum zugänglich
Dubai-Boom lockt Spekulanten an

Am Persischen Golf prägen Superlative die Sprache von Managern und Investoren. Binnen weniger Jahre haben die Scheichs des Emirats Dubai eine Wirtschaftsmetropole geschaffen, die jährlich um mehr als sechs Prozent wächst.

DÜSSELDORF. Anleger, die eine Fortsetzung des Booms am Golf erwarten, können mit dem „Dubai Top Select Zertifikat“ der Deutschen Bank erstmals gezielt in den dortigen Aktienmarkt investieren. Nach Expertenansicht birgt der heiß gelaufene Markt aber erhebliche Risiken.

Bislang war der Aktienmarkt Dubais für Ausländer kaum zugänglich. Lediglich über breit aufgestellte Fonds wie den „Middle East Equity“ von JP Morgan konnten Anleger auf die Märkte der Region setzen. Der Schwerpunkt solcher Schwellenländer-Fonds liegt allerdings eher auf Ägypten, Israel oder der Türkei. Reine Dubai-Investments waren bisher nur Anlegern vorbehalten, die ihr Geld geschlossenen Fonds anvertrauten.

„Für uns geht es darum, Anlegern einen Zugang zum Markt zu bieten“, sagt Steffen Scheuble, Derivateexperte der Deutschen Bank. Allerdings beschränkt sich der Zugang auf einen recht kleinen Ausschnitt der Volkswirtschaft Dubais. Der Wert des Zertifikats hängt von sieben Aktienkursen lokaler Unternehmen ab (siehe „Immobilienbranche dominiert den Aktienkorb“). Bis auf zwei Ausnahmen sind alle Gesellschaften in dem Korb im Bau- und Immobilienmarkt aktiv. Neben den beiden Bauunternehmen Union Properties und Emaar Properties enthält die Auswahl den Anbieter von Fernkühlanlagen (analog Fernwärme) Tabreed und den Hypothekenfinanzierer Amlak Finance. Amlak ist zudem eine Tochter des Emaar-Konzerns, dessen Aktie mit 28 Prozent im Korb bereits so stark gewichtet ist wie die Papiere der beiden weniger bauabhängigen Finanzgesellschaften Shuaa Capital und Dubai Investment Company zusammen.

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