BNP Paribas bietet bisher einziges „Umwelt-Ethik-Zertifikat“ an
Anleger profitieren von Ökoinvestments

Anleger, die in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen investieren, müssen nicht auf Renditechancen verzichten. Das beweist das Umwelt Ethik Zertifikat der französischen Bank BNP Paribas. Am Markt für Anlagezertifikate ist es das einzige Produkt seiner Art.

HB DÜSSELDORF. Zwar stürzte der Titel mit dem Börsentrend nach der Emission 2002 auf fast die Hälfte seines Ausgabekurses von 100 Euro (siehe Grafik). Vom Tiefstand Anfang 2003 hat es aber eine beachtliche Performance hingelegt. Wer das Papier vor einem Jahr gekauft hat, konnte damit 23 Prozent Kursgewinn erzielen – Dividenden und Managementgebühr von jährlich 1,5 Prozent eingerechnet. „In den letzten zwei Jahren hat das Papier die Anleger nicht enttäuscht, es ist sogar besser gelaufen als der Ökovision-Fonds, der nach ähnlichen Kriterien investiert“, sagt Roman Tölle, Prokurist bei Concept Vermögensmanagement. Tölle berät unter anderem Anleger, die auf ethisch-ökologische Investments setzen. „Das BNP Zertifikat ist für solche Kunden am attraktivsten“, sagt Tölle. Als Alternative gebe es im Zertifikatebereich nur Indexpapiere, deren Wert sich beispielsweise an einem der FTSE4Good-Indizes orientiert.

Der Kurs des BNP–Zertifikats steigt und fällt mit einem Korb von 24 Aktien, dessen Zusammensetzung halbjährlich überprüft wird. Die Titel wählt Max Deml aus, Chefredakteur des Wiener Börsenbriefs Ökoinvest und Entwickler des Natur Aktien Index NAI. Deml sucht für das Portfolio Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes im Ökosektor erwirtschaften. Dazu zählen auch umweltfreundliche Dienstleistungen und ressourcenschonende Mobilität.

Danach werden die Aktien von Gesellschaften ausgeschlossen, deren Geschäfte einer Liste von ökologisch-ethischen Kriterien widerspricht: Kinderarbeit, Korruption, Gentechnologie oder Massentierhaltung sind damit ausgeschlossen. „Momentan kommen 70 bis 80 Aktien für das Zertifikat in Frage“, sagt Deml. Davon wählt BNP die 24 Titel mit dem größten Volumen frei gehandelter Aktien aus. Im Aktienkorb werden die Papiere entsprechend der Marktkapitalisierung gewichtet. Einer der größten Gewinnbringer des Korbs war die Aktie der US-Naturkost-Supermarktkette Whole Foods Market. Das Unternehmen betreibt 171 Bio-Supermärkte in Nordamerika und Großbritannien und beschäftigt rund 32 000 Mitarbeiter.

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