Boom geht weiter
Lockere Regeln begünstigen Derivate

Die am Markt für Privatanleger-Derivate geschriebene Erfolgsstory „Made in Germany“ wird sich nach Ansicht von Raimar Dieckmann vom Deutsche Bank Research fortsetzen. Das rasante 15- bis 20-prozentige Wachstum dieses Marktes für Retail-Derivate (Zertifikate, Optionsscheine und strukturierte Produkte) werde in den kommenden Jahren anhalten.

FRANKFURT. Hierfür seien allerdings drei Voraussetzungen notwendig, schränkt der Experte ein. Als notwendig betrachtet er ein anhaltendes Wachstum im Neukundengeschäft, eine weiter hohe Innovationsfähigkeit auf Seiten der Emissionsbanken und eine anhaltend positive Entwicklung der Finanzmärkte.

Als wichtigen Treiber bezeichnet Dieckmann das attraktive regulatorische Umfeld. Es sei zu begrüßen, dass die Bundesregierung angekündigt habe, die Regulierungsdichte auf dem Zertifikatemarkt nicht erhöhen zu wollen. Der derzeit geltende Rechtsrahmen werde durch vier Komponenten geprägt: den Wertpapierprospektanforderungen an die Emission von Zertifikaten, den Börsenregeln für den Handel dieser Produkte, den Bestimmungen für den Vertrieb dieser Finanzvehikel, die durch die Mifid weiter konkretisiert werden. Auch die Selbstregulierung des Marktes durch einen eigenen Derivate-Kodex sei ein wichtiger Bestandteil des attraktiven Regulierungsrahmens.

Diesen Kodex sieht Dieckmann als Basis für weitere Schritte für einen besseren Anlegerschutz an, da er die Transparenz im Zertifikatemarkt erhöhe. „Der Derivate-Kodex sollte im Einklang mit aufkommenden Markt-, Produkt- und Regulierungstrends kontinuierlich fortentwickelt werden“, schlägt er vor. Bekanntlich ist das ausstehende Volumen an diesem Markt 2006 um 37 Prozent auf 110 Mrd. Euro gestiegen. „Im Jahr 2007 erwarten wir eine Fortsetzung mit einem Anstieg des Volumens um 30 Prozent auf 142 Mrd. Euro“, geht Dieckmann von einer Fortsetzung des Siegeszuges aus.

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