BRIC-Staaten auf der Überholspur: Aufschwung aus der zweiten Reihe

BRIC-Staaten auf der Überholspur
Aufschwung aus der zweiten Reihe

Statt ausschließlich Anlageerfolgen mit den bisherigen Schwellenländer-Dauerbrennern nachzujagen, können vorausschauende Anleger mit Hilfe eines neuen Garantiezertifikats auch in kleinere Emerging Markets investieren.

Die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China setzen dazu an, die Industrieländer zu überholen. Investoren interessieren sich daher immer mehr für das Entwicklungspotenzial dieser Länder und haben die Leitindizes dieser Emerging Markets in Rekordhöhen steigen lassen. Allein seit Jahresbeginn flossen weltweit umgerechnet rund 500 Millionen Euro pro Tag in Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Schwellenländer. Und ein abruptes Ende des Anlegerinteresses ist derzeit nicht abzusehen. Nach Ansicht des neuen Chefs der Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) Lars Thunell zeichnet sich 2006 sogar als Rekordjahr an den Börsen der Emerging Markets ab. Deren Marktkapitalisierung werde zum ersten Mal die Rekordmarke von fünf Billionen Dollar überschreiten.

Doch angesichts der Kursfeuerwerke der letzten Monate wird die Luft allmählich trotzdem dünner für Emerging-Markets-Investoren. Neuengagements erscheinen zusehends riskanter. Trotz der Kursgewinne der Vergangenheit und positiver Ausblicke dürften sich daher vor allem risikoaversere, konservative Investoren schwer tun, jetzt noch auf ein weiteres Wachstum dieser Assetklasse zu setzen. Hinzu kommt, dass sich Anleger, die ein direktes Engagement in Schwellenländer in Betracht ziehen, grundsätzlich wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten an den verschiedenen Schwellenmärkten aussetzen, die typischerweise höher sind, als in hochentwickelten westlichen Ländern. Zudem müssen Anleger vorsichtig sein und im heutigen Umfeld hoher Liquidität plötzliche Marktänderungen wegen möglicher Zinssteigerungen in den betreffenden Wachstumsregionen im Auge halten.

ABN Amro könnte daher mit seinem neuen Garantiezertifikat auf ausgewählte Schwellenländer, das noch bis zum 10. März gezeichnet werden kann, den Nerv der Anleger treffen. Die „Rising Stars Garantie-Anleihe“ (WKN: ABN3R5) bietet im Vergleich zu den meisten Index- und Basketzertifikaten, die sich auf Emerging Markets beziehen, vor allem zwei Unterschiede. Zum einen handelt es sich um ein Papier mit eingebautem Kapitalschutz. Die Rückzahlung zum Laufzeitende beträgt unabhängig von der Wertentwicklung des Indizes mindestens 95 Prozent des Ausgabekurses, wodurch das Verlustrisiko stark reduziert wird. Nach oben partizipiert der Investor dagegen eins zu eins von möglichen Kurszuwächsen. Zum anderen konzentriert sich das Papier auf eine Auswahl von Schwellenländern aus der zweiten Reihe, die möglicherweise mehr Potenzial bieten, als die bisherigen Favoriten dieses Segments.

Als einziger Vertreter aus der BRIC-Gruppe wurde Indien in den aus Indizes, Fonds und Zertifikaten zusammengestellten, gleichgewichteten Basiskorb aufgenommen. Hier sehen die Experten von ABN trotz der fulminanten Performance in den letzten Jahren nach wie vor großes Potenzial. Daneben sind Ägypten, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Türkei und Ungarn in der Auswahl enthalten. Diese Länder könnten nach Auffassung der Emittentin in den nächsten Jahren ebenfalls positiv aus den Emerging Markets herausstechen. Die Chance, dass dieser Länder eine positivere Wertentwicklung als der Durchschnitt der Schwellenländer zeigen werden, seien gut, da diese Länder große Fortschritte bezüglich Währungsstabilität, Haushaltssanierung und politischer Reformen machten. Diese Volkswirtschaften profitierten auch von Handelsliberalisierungen und Verbesserungen des Investitionsklimas für in- und ausländische Investoren.

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