Chancen und Risiken
Zertifikate helfen beim Sparen für die Rente

Anleger sollten sich auf einfach strukturierte Papiere beschränken. Ein vielfältiges Angebot gibt es bei Indexpapieren.

HB FRANKFURT. Rund 80 000 Anlagezertifikate sind mittlerweile börsennotiert, Tendenz stark steigend. Doch in der Altersvorsorge spielen sie bisher eine eher untergeordnete Rolle. Dabei könnten einige Produkte – wie etwa Indexzertifikate oder Garantiezertifikate – durchaus eine sinnvolle Form des Vorsorgesparens sein, glauben Experten. Sind die Produkte jedoch zu kompliziert, raten sie ab.

Zertifikate bilden mit Hilfe von Optionen die Kursentwicklung eines Basiswertes ab; dabei kann es sich um Aktien, Aktienkörbe, Indizes, Rentenprodukte und Rohstoffe handeln. Dass sie in der Altersvorsorge kaum etabliert sind, liegt zum einen an der Komplexität der Produkte. Aber auch das Image der Branche, die sich immer wieder dem Vorwurf mangelnder Transparenz ausgesetzt sieht, schreckt viele Anleger ab. "Durch das wachsende öffentliches Interesse hat sich zwar schon einiges verbessert, aber die Transparenz ist noch nicht so hoch, dass man Zertifikate in großem Umfang als Anlage für das Alter empfehlen könnte", sagt Michael Huber vom VZ Vermögenszentrum in München.

Neues Tool: Zertifikate suchen und vergleichen

Branchenvertreter selbst erklären den Rückstand auch mit gesetzlichen Hürden. So dürfen etwa Riester-Sparpläne keine Zertifikate enthalten. Entscheidend für das geringe Gewicht von Zertifikaten in der finanziellen Vorsorgeplanung ist aber auch die Produktpalette der Emittenten selbst. Denn die wenigsten Papiere sind für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet. "Für die Altersvorsorge sollte man nichts Wildes machen. In Frage kommen nur einfach strukturierte, transparente Zertifikate mit geringen Kosten und unbegrenzter Laufzeit", sagt Petra Becher, Derivateexpertin der UBS.

Diese Voraussetzungen erfüllen vor allem Indexzertifikate, die Anleger bei den Banken in Hülle und Fülle finden. Entsprechende Produkte auf gängige Indizes, vor allem den Dax und den Euro-Stoxx-50 hat jede Bank in ihrem Sortiment. Bei zahlreichen Direktbanken können Anleger auch Sparpläne auf Indizes abschließen. "Index-Zertifikate sind eine sinnvolle Variante als Beimischung im Depot", bestätigt Vermögensverwalter Huber. Allerdings sollten Investoren immer darauf achten, dass der Basiswert ein Performance-Index ist, der Dividenden einbezieht. "Sonst bleiben die Ausschüttungen bei der Bank."

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