Chartanalyse: „Das begünstigt sprunghafte Handlungen“

Chartanalyse
„Das begünstigt sprunghafte Handlungen“

Der Dax hat eine historische Weichenstellung hinter sich. Nach Meinung von Charttechnikern dürfte der deutsche Leitindex noch weiter steigen. Mit welchen Produkten Anleger davon profitieren können.

DüsseldorfFür  Jörg Scherer, Charttechniker der Bank HSBC Trinkaus, hat der deutsche Leitindex bereits beim Stande von 8136 bzw. 8151 Punkten den „ultimativen Deckel“  (siehe Grafik) nun gelüftet. Denn in den Jahren 2000 bzw. 2007 stieg der Dax auf dieses Niveau, um anschließend wieder abzustürzen. „Nun wurde aus charttechnischer Sicht ein großes aufsteigendes Dreieck nach Norden aufgelöst“, sagt Scherer. Er hat bereits Ende des vergangenen Jahres in einer Chartanalyse auf diese Situation beim Dax hingewiesen. Aktuell steht der Dax bei 8.329 Punkten.

Das aufsteigende Dreieck besteht aus der Aufwärtstrendlinie, die mit steigenden Notierungen im Jahre 1982 ihren Anfang nahm, und der Verbindungslinie aus den beiden Allzeithochs.  Ein aufsteigendes Dreieck ist aus charttechnischer Sicht ein Kursmuster mit grundsätzlich konstruktivem Grundton; ein Durchbruch Richtung Norden war in diesem Fall eine Bestätigung des Aufwärtstrends. Damit wurde die Korrekturphase seit dem Jahr 2000 zu den Akten gelegt.

Auch die Börsenindizes aus den USA haben dem Dax Rückenwind gegeben. Sowohl der S&P 500, der Dow Jones 30 als auch der Nebenwertindex Russel 200 markierten zuvor neue Rekordstände.  Und die neue Dax-Rekordmarke begünstigt nach Meinung von Scherer „sprunghafte Handlungen“. Denn Anleger haben zuletzt zwei Mal die Erfahrung gemacht,  dass bei rund 8150 Punkten das Ende der Fahnenstange erreicht war und der Dax deutlich nach unten ging. „Dieses hat sich tief in das Gedächtnis der Investoren eingebrannt“, so Scherer.  Für ihn lassen sich aus einem nach oben aufgelösten Dreieck sich auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre durchaus fünfstellige Dax-Notierungen rechtfertigen.

Wie können Anleger davon profitieren? Neben den vielen Faktorzertifikaten, mit denen Anleger sowohl die möglichen Gewinne als auch Verluste hebeln können,  bieten sich im Falle eines nachhaltigen Sprungs Sprintzertifikate an. Diese verdoppeln zwar Gewinne innerhalb einer Spanne, unterhalb der unteren Spanne sind die Verluste aber nicht größer als der Dax selbst.

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