Chartanalyse
Dax im Bann der Krim-Krise

Aus charttechnischer Sicht fiel das Minus beim Dax in den vergangenen Wochen noch moderat aus. Wie tief der deutsche Leitindex noch fallen kann, ohne dass sich ein neuer Abwärtstrend etabliert.
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Düsseldorf.Die heimische Börse bekommt den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um die Halbinsel Krim besonders stark zu spüren. Dies liegt im Wesentlichen an den traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. So fiel der deutsche Leitindex im Zuge des Konflikts innerhalb weniger Tage um 700 Zähler, ehe wieder eine Erholungsbewegung einsetzte.

„Trotz der zuletzt starken Kursverluste fällt der charttechnische Schaden im Wochenchart noch moderat aus“, meint Charttechniker Christian Henke. Zwar wurde die seit September 2011 bestehende Aufwärtstrendlinie bei aktuell 8.940 Punkten in der vergangenen Woche im Handelsverlauf zwar erreicht, auf Schlusskursbasis konnte diese Chartmarke verteidigt werden. „Dies liegt aber auch am steigenden 40-Wochen-Durchschnitt bei derzeit 8.864 Punkten, der den Bullen zusätzlich Rückendeckung gibt“, meint der Chartexperte.

Sollte die Lage in der Ukraine eskalieren, könnte es nach Meinung von Henkes weiter abwärts bis zur Unterstützung bei 8.132/8.152 Punkten gehen. Bei dieser Unterstützung handele es sich um die überwundenen historischen Höchststände aus den Jahren 2000 und 2007. Erst mit einem Rutsch unter diese Marken würde sich ein neuer Abwärtstrend etablieren.

„Beruhigt sich dagegen die Situation, könnte auf kurz oder lang die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen werden“, meint Henke. Der erste Widerstand wäre das bisherige Allzeithoch bei 9794 Punkten. Sollte diese Marke nachhaltig überwunden werden, dann wäre die „runde“ Zahl bei 10.000 Punkten das nächste Ziel gen Norden.

Wer weiter an steigende Dax-Notierungen glaubt und keine risikoreichen Hebelprodukte kaufen will, kann mit Indexzertifikaten oder börsengehandelten Indexfonds (ETFs) mit dem deutschen Leitindex als Basiswerte davon profitieren. Diese vollziehen Gewinne und Verluste des Basiswertes im Verhältnis 1:1 nach.

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