Chartanalyse
Einstiegschance bei Fresenius Medical Care

Der Rückgang im US-Geschäft hat die mehr als dreieinhalb Jahre andauernde Aufwärtsbewegung der FMC-Aktie ausgebremst. Das Papier rutschte deutlich ab. Doch nun ändert sich das Bild aus charttechnischer Sicht wieder.
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DüsseldorfDie Kürzungen im amerikanischen Gesundheitssystem setzen dem weltgrößten Dialyse-Anbieter Fresenius Medical Care (FMC) zu. So gibt es inzwischen eine Steuer auf medizinische Geräte, zudem wurden im April automatische Haushaltskürzungen wirksam. Im staatlichen Versicherungssystem wurde die Erstattung von Dialyse-Behandlungen chronisch Nierenkranker um zwei Prozent gesenkt.

Im zweiten Quartal schrumpfte deswegen der Konzerngewinn um neun Prozent auf 263 Millionen Dollar. An den Geschäftszielen für das Gesamtjahr hielt der FMC-Chef Rice Powell gleichwohl fest – auch wenn mit einer Entspannung im US-Dialysegeschäft derzeit nicht zu rechnen ist.

Der Rückgang im US-Geschäft hat sich selbstverständlich auf den Aktienkurs ausgewirkt. Die mehr als dreieinhalb Jahre lange Aufwärtsbewegung, die das Papier von 26 Euro im Jahr 2009 auf 59 Euro im Oktober 2012 katapultierte, ist vorbei.  Und Anfang Juli fiel der Kurs deutlich: Innerhalb weniger Tage von 54 auf 47 Euro.

„Jetzt könnte sich aber eine Einstiegsgelegenheit ergeben“, meint Charttechniker Dr. Gregor Bauer. „Denn es bildet sich zurzeit eine untere Umkehrformation aus.“  Eine Umkehrformation bezeichnet in der Chartanalyse eine Kursformation, die eine Trendwende signalisiert. Damit wird der aktuelle Trend beendet und es könnte eine Umkehrung des Kursverlaufes in die Gegenrichtung erfolgen  – in diesem Fall nach oben.

Anleger sollten nach Meinung von Bauer aber erst einsteigen, wenn die FMC-Aktie ihren Widerstand bei etwa 50 Euro, besser 50,50 Euro, nach oben durchbrochen hat. (siehe Grafik) Kaufen sollten Anleger ab Kursen bei 51 Euro. Als erstes Kursziel sieht der Charttechniker die Zone um 54,50 Euro. Dort begann die letzte Verkaufswelle. Anleger sollten ihren Stop-Loss, um die Verluste zu begrenzen, dann bei 48,50 Euro legen, spätestens bei Kursen von 47,30 Euro aussteigen.

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  • Also wenn das Handelsblatt dazu rät Aktien von Fresenius zu kaufen, dann ist es höchste Zeit sich ein paar Put-Zertifikate zuzulegen.

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