Chartanalyse Ende einer zwölfjährigen Hausse?

Vom Allzeithoch ist der Goldpreis mittlerweile weit entfernt und die Zahl der Pessimisten für das Edelmetall wächst. Mit welchen Produkten Anleger von den unterschiedlichen Szenarien profitieren können.
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Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus in Hanau. Quelle: dpa

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus in Hanau.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Goldpreis ist in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert: Bei 260 US-Dollar lag der Preis für eine Feinunze (31,10 Gramm) noch im April und stieg im September 2011 auf das Allzeithoch von 1920 Dollar. „Seither befindet sich der Goldpreis in einer übergeordneten Konsolidierungsphase“, sagt Chartexperte Dr. Gregor Bauer, der das Edelmetall analysiert hat. Begrenzt wird der Chart einerseits durch einen Widerstand bei 1770 und 1800 Dollar. An diesen Punkten wurde bei dem Goldchart der erneute Angriff auf das Allzeithoch mehrmals gestoppt.

"Das Gold-Comeback kommt"

Auf der unteren Seite liegt im Bereich 1520 bis 1550 Dollar die erste wichtige Unterstützungslinie, die zweite mit 1500 bis 1480 Dollar knapp darunter. „In diesem Bereich könnte sich jetzt ein nachhaltiger  Boden ausbilden“, sagt Bauer. Im Fall des Abpralls nach oben erwartet der Chartexperte, dass der Goldpreis wieder in Richtung 1770 bis 1800 US-Dollar steigt, bei Überwindung der Marke gar wieder Richtung 1920. Bauers Meinung nach sollte auf Sicht der kommenden Monate Gold aber im Korridor zwischen 1900 und 1500 US-Dollar notieren.

Eine sehr spekulative Art, diese charttechnische Meinung umzusetzen, sind Inline-Optionsscheine. Anleger erzielen einen Gewinn, wenn der Basispreis während der gesamten Laufzeit innerhalb der beiden Schwellen notiert. Falls nur einmal eine Schwelle berührt wird, ist der Produkt wertlos. Ein Produkt von der Société Générale (WKN: SG273M) mit kurzer Laufzeit passt sehr gut in das Szenario. Die Schwellen bei 1400 und 2000 US-Dollar. Die maximale Rendite beträgt bei einem aktuellen Goldpreis von rund 1548 US-Dollar bei mehr als 40 Prozent pro Jahr. Bewertungstag für die Rückzahlung ist der 14. Juni 2013. Allerdings sollten Anleger beachten, dass Gold sehr volatil und nur Geld investieren, dessen Totalverlust sie im Depot verschmerzen können.

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18 Kommentare zu "Chartanalyse: Ende einer zwölfjährigen Hausse?"

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  • Gold ist natürlich in höchstem Maße unsozial.

    Pfui wer Gold zu Hause hortet. Wo bleibt der Beitrag zur Allgemeinheit?

    Besser: Sparbuch + Riester

  • die negative Stimmung ist ein GUTES Zeichen für den Goldpreis.

    Ein Crash kommt, wenn alle positiv sind...

    ich denke die Blase beim Gold kommt erst noch. Und zwar wenn die Blase bei den Anleihen platzt. Das muss man mitnehmen.

    Danach kann man prima wieder einen Teil in Aktien umschichten.

  • IMO wird der Goldpreis demnächst unter 1530 fallen und schön die ganzen Stopps abfischen... Nachdem dann alle ausgestoppt wurden, die bei 1700++ eingestiegen sind, geht es ab nach Norden. Da praktisch alle Mainstream Medien schreiben, dass Gold unaufhaltsam fallen wird, wird genau dieser Fall NICHT eintreten.

  • Steuern auf den Goldverkauf? Ich bitte Sie. In rund 2 Stunden bin ich in der Schweiz. Und Gold und Silber kann kein Hund der Welt erschnüffeln. Selbst bei einem totalen Verbot ist es unmöglich. Gewalzt und lackiert ist es praktisch nicht zu entdecken.

  • Übrigens, nachdem ich mich ab Ende 2008 mehr als intensiv mit Wirtschaft und Finanzen beschäftigt habe (bin seitdem ebenfalls "Privatier" und muß streng darauf achten, dass die Schäfchen im Trockenen bleiben ;-)), muß ich sagen, dass man durchaus ab ca. 2007 wissen oder zumindest ahnen konnte, wohin der Euro- und Wirtschaftshase läuft. Die Konsumorgie der europäischen Staaten läuft nicht erst seit gestern....

  • Da haben Sie natürlich Recht.
    Aber bitte sagen Sie mir, an was Sie sich zum jetzigen Zeitpunkt auch nur noch mittelfristig orientieren wollen ?? Von langfristig kann ja schon gar keine Rede mehr sein. Der Markt ist vollkommen unberechenbar geworden.
    Daytrading, Wochentrading, Monatstrading ? Oder Aktien kaufen und dann sich schlafen legen, wie der gute alte Kostolany empfohlen hat ? Oder Nestle, Coca Cola, Bayer usw. kaufen und hoffen, dass die in 5 bis 10 Jahren noch existieren ? Sehr riskant.
    Ich habe 2008 auf Gold gesetzt und bin richtig gelegen.
    Auslöser war die "Einlagengarantie" unserer verehrten Kanzlerin. Bei den derzeitigen Zuständen, den Staatsverschuldungen, den Target2-Salden,den politischen Entwicklungen, der Zypern-Blaupause usw. usw. usw.?
    Was tun?

  • @DonSarkasmo
    Im Nachhinein ist es immer einfach zu Beurteilen was eine gute Investition gewesen wäre.
    Man kann sich für jede Assetklasse den richtigen Zeitintervall wählen und kommt dann zu einem super oder zu einem katastrophalen Ergebnis.
    Z.b. wer 1980 in Gold angelegt hätte, musste bis zu 800 USD/ Unze bezahlen und hätte nach 25 Jahren gerade noch 400 USD/Unze bekommen.
    Was gewesen wäre interessiert nicht. Jedes Zeitintervall hat ihre Top-Performer!
    Wichtig ist es immer nur zu Erkennen, wann ein guter Einstiegszeitpunkt in ein Asset ist. Aber noch viel wichtiger ist es, den Ausstieg nicht zu verpassen. Vgl. Neuer Markt. :-)
    Und das gilt meiner Meinung nach für jede Investition, zumindest wenn man den Gewinn zu seinen eigen Lebzeiten realisieren will.

  • Zypern ist 2008 der Euro-Zone beigetreten. Wer gleich am 2. Januar 2008 den Betrag von 100.000 Euro bei einer zypriotischen Bank angelegt hat, dürfte bei 6% Zinsen und Steuerfreiheit daraus 140.000 Euro gemacht haben. Bei 7,5% Zinsen wurden daraus 144.000 Euro. Bei einer Rasur um 30% sind davon noch 85.000 Euro übrig. Wer an diesem 2. Januar 2008 für 100.000 Euro Gold gekauft hat, hat 170 Unzen für sein Geld bekommen. In den ganzen fünf Jahren hat er darauf keinen einzigen Cent an Zinsen eingestrichen. Da dieses Gold sicher unter der Matratze liegt, ist der Goldbesitzer durch die Rasur nicht betroffen. Seine 170 Unzen haben heute einen Wert von 212.250 Euro. Wie man leicht sieht, ist Gold eine absolut langweilige Geldanlage.

  • Gold und Silber sind Sachwerte wie vieles andere auch.
    Goldstandard haben wir nicht mehr und werden wir, meiner Meinung nach, auch nicht wieder kriegen.
    Einkaufen gehe ich nicht mit Sachwerten, egal ob Aktien, Edelmetallen, Immos, Kunst, Oldtimer oder was auch immer. Ich muss meinen "Sachwert" immer in die gerade gültige Währung wechseln. Und bei Rohstoffen, wozu auch Gold und Silber zählen, ist die Basis der USD.
    Wie viel, "Währung" bzw. gültiges Zahlungsmittel, ich für meinen "Sachwert" bekomme ist immer Spekulation und abhängig davon was gerade in ist.
    Mit welchem Sachwert man am Besten fährt, wenn es zum totalen Währungscrash kommt, wird sich zeigen.
    Steuern, beim Umwandelnd des Sachwerts in die "neue Währung", sind schnell erhoben.

  • Wer Edelmetalle hortet oder am Wahrheitsgehalt der Sprüche von Schäuble uind Merkel zweifelt ist ein übler Rechtsextremist!
    Der Brave Bürger schließt jetzt Lebensversicherungen sowie Riester- und Rürupverträge ab und freut sich jeden Abend auf die Tagesschau.So ist uns der Endsieg sicher !

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