Chartanalyse
Goldener Boden

Seit seinem Allzeithoch im Jahr 2011 ist der Goldpreis um fast 600 Dollar gefallen. Doch aus charttechnischer Sicht deutet sich eine Bodenbildung an. Das hängt allerdings von einer bestimmten Marke ab.
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Düsseldorf.Der Goldpreis steht aus charttechnischer Sicht vor einer Entscheidung. „Nach der steilen Talfahrt im vergangenen halben Jahr gibt es jetzt durchaus Erholungschancen“, sagt Analyst Frederik Altmann sagt.  Denn die Korrekturen konnten im Juni und Dezember bei jeweils 1180 US-Dollar gestoppt werden und es gibt Aussichten auf eine Bodenbildung. Aktuell kämpfe das gelbe Metall mit einem sehr steilen Abwärtstrend, der seinen Anfang im Oktober/November 2012 hat. Damals notierte das Edelmetall noch auf fast 1800 Dollar pro Unze.

Sollte dieser Trend nun überwunden werden, hält Altmann einen schnellen Anstieg der Feinunze zur nächsten horizontalen Marke bei 1320 US-Dollar für wahrscheinlich. Dort notiert derzeit auch die 200-Tage-Linie. „Entwarnung für den Goldpreis würde aber erst ein weiterer Anstieg über 1430 Dollar bringen“, meint der Chartanalyst. Erst damit wäre ein sogenannter „Doppelboden“ bei 1180 Dollar bestätigt. Bei diesem charttechnischen Muster prallt der Basiswert in einem Abwärtstrend zweimal an einer Marke wieder nach oben ab. Vollendet wird die Formation aber erst, wenn das Zwischenhoch überwunden wird.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Gold bereits seit seinem Hoch bei über 1900 Dollar im Jahr 2011 im Abwärtstrend. Auch die fallende 200-Tage-Linie bei aktuell rund 1320 US-Dollar je Feinunze unterstreicht dieses negative Bild. Der negative Trend hat sich im Oktober/November 2012 nochmals beschleunigt. Seitdem ging es mit immer geringeren Erholungshochs in einer steilen Abwärtsbewegung runter. Allerdings markierte der Goldpreis zuletzt auch keine neues Zwischentiefs mehr, was laut Altmann positiv zu werten ist.

Entscheidend für eventuell weitere Kursverluste ist aber die Marke von 1180 Dollar. Wird diese doch nochmal nachhaltig unterschritten, dann müssten sich Anleger wohl auf einen neuerlichen Abwärtsschub einstellen. Hoffnung für die Bullen gäbe dann nur noch der langfristige Aufwärtstrend etwas über 1100 US-Dollar. „Das technische Bild wäre aber insbesondere unter dieser Marke noch weiter eingetrübt“, meint Altmann.

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