Chartanalyse
Lufthansa-Aktie im Gegenwind

Die Aktie der deutschen Fluggesellschaft steht schon seit längerer Zeit unter Druck. Und eine Rückkehr zu alten Höchstständen ist laut Charttechnik nicht sehr wahrscheinlich. Wie Anleger davon profitieren können.
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DüsseldorfDie Nachrichten rund um die Syrien-Krise belasten vor allem die Aktien von Fluggesellschaften. Denn Anleger fürchten im Falle einer Eskalation eine Beeinträchtigung des Reise- und Luftverkehrs. Doch die Aktie der Lufthansa steht schon seit längerem unter Druck.  „Seit Juni gibt es eine Abwärtsbewegung, in deren Verlauf sich ein Trendkanal abzeichnete“, sagt Chartanalyst Dr. Hans-Dieter Schulz (siehe Grafik) Zwar verließ die Aktie bereits im April 2013 einen mittelfristigen Trendkanal, doch das führte nur zu mäßigen Kursverlusten. Noch Anfang Juni markierte das Papier ein neues Jahreshoch, anschließend erfolgte der Abstieg.

„Im August fielen die Kurse dann zunächst unter die 200-Tage-Durchschnittslinie, die im Vorjahr noch zwei Mal geradezu mustergültig als Unterstützung diente“, analysiert Schulz. Auch die neue Unterstützung bei 13,80 Euro hielt nicht, Ende August rutschte die Lufthansa-Aktie auch unter diese Marke. Laut Schulz bedeutet dieses neue Jahrestief ein weiteres Verkaufssignal. Er rechnet mit einem weiteren Abwärtsschub, die nächst tiefere Unterstützung befinde sich bei 11,65 Euro.

Erst eine nachhaltige Rückkehr der Lufthansa-Aktie über die Marke von 13,80 würde die Lage entspannen. Ein neues Kaufsignal entsteht nach Meinung des Chartanalysten erst dann, wenn das Wertpapier den Abwärtstrendkanal verlassen sollte, der aktuell bei 14,50 Euro verläuft.

Anleger können von diesem möglichen weiteren Kursrückgang mit verschiedenen Derivaten profitieren. Die konservativste Möglichkeit sind Reverse Bonuszertifikate. Dabei muss die Aktie nicht weiter fallen. Es reicht, wenn der Basiswert eine Barriere, die oberhalb des aktuellen Kursniveaus liegt, während der gesamten Laufzeit nicht berührt oder unterschreitet.

So bietet das Reverse Bonuszertifikat der US-Bank Goldman Sachs (WKN: GT5UW0) eine Jahresrendite von rund 6,5 Prozent, solange die Aktie der Fluggesellschaft bis zum 25. Juni niemals auf mindestens 18 Euro steigt. Auf diesem Niveau notierte der Anteilsschein zuletzt Mitte 2008. Ende 2010 scheiterte die Aktie nur knapp an dieser Marke. Allerdings sind auch nur maximal sechs Prozent möglich, an weiteren Kursverlusten unterhalb der Marke von 10,50 Euro profitieren Anleger nicht mehr.

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Lufthansa-Aktie im Gegenwind

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Bonuszertifikate mit hohem Sicherheitspuffer

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  • Lufthansa muss sich mit verbesserten Rahmenbedingungen fuer Emitates und Billigfliegern herumschlagen. Trotzdem fliegt man im A380 in der leisesten First-Class. Unter anderem die Speisenangebote wurden in der First- und Businessclass verbessert. Germanwings bietet freie Mittelsitze, Business-Lounge, und bevorzugtes Einschecken an. Wenn das dem Nutzer Harlemjump noch immer nicht ausreicht, soll er sich an die Produktmanager von Lufthansa/Germanwings wenden.

  • So einfach ist das nicht. Wir haben einen Redakteur der ueber Chartanalysen in seinen Beitraegen spricht, einen Redakteur der in seinen Betraegen ueber die Charttechnik staenkert und eine Redakteuren bei der ich nicht weiss wie sie dazu steht. Folge: es ist niemals langweilig.


  • Die Lufthansa Aktie wird solange keinen Vertrauensschub mehr erhalten, wie Herr Franz dort das Sagen hat und die einstige Premium-Airline abwirtschaftet.
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    Herr Franz hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft seine treuesten Kunden, die Gäste mit FT-, Senator-, und HON-Status sowie weitere Business-Kunden zu vergraueln.
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    Ich selbst war von der allerersten Stunde an und bis dato unterbrechungsfrei Senator-Gast, habe aber seit Beginn dieses Jahres der LH fast komplett den Rücken gekehrt.
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    Die LH ist mittlerweise, den Service betreffend, nicht mehr besser als die meisten "Billig-Airlines".
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    Auf Kurzstrecken (innerdeutsch) fliege ich nunmehr meistens AirBerlin, aus Langstrecken vorzugsweise Emirates oder Singapore Airlines.
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    Mein von Herrn Franz heimlich entwertetes Miles & More Konto habe ich zwischenzeitlich fast komplett abgebaut. Andere Airlines bieten meist auch die Möglichkeit zum Sammeln von Milen.

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