Chartanalyse
Pfizer - eine Chance für Kurzfristtrader

Die Aktie des US-Konzerns Pfizer steht nach den Megadeals in der Pharmabranche im Anlegerinteresse – auch wenn der Kurs des Papiers in den vergangenen sechs Monaten sich wenig bewegt hat. Worauf Anleger achten sollten.
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Düsseldorf.Laut der britischen Zeitung „Sunday Times“ wollte Pfizer ebenfalls bei der Neuordnung der Branche mitmischen und soll hundert Milliarden Dollar für Astra-Zeneca geboten haben. Der britische Pharmakonzern habe die Offerte jedoch abgelehnt. Keines der beiden Unternehmen wollte sich zu diesem Thema äußern.

Seit Oktober notiert das Pfizer-Papier etwa zwischen 30 US-Dollar auf der Unter- und 32,50 US-Dollar auf der Oberseite. „Trading-Range“ nennen das Chartexperten wie Dr. Gregor Bauer, der den Kurs unter die Lupe genommen hat. Doch der Abprall an der unteren Begrenzung Anfang April dieses Jahres könnte möglicherweise für kurzfristig orientierte Trader ein Einstiegssignal sein. „Die können mit gehebelten Produkten bei Kursen von etwa 31 US-Dollar mit Kursziel 32,50 Dollar einsteigen“, meint Bauer. Der Stopp, um eventuelle Verluste zu begrenzen, sollte bei 29 Dollar liegen.

Investoren mit längerem Zeithorizont sollten abwarten. Und erst einsteigen, wenn der massive Widerstand bei 33 US-Dollar nach oben durchbrochen werden sollte. „Dann gilt der Bereich um 38 US-Dollar als neues Kursziel“, erläutert Bauer.  Diese Kursziele leitet er aus Notierungen der Aktie im Februar und März 2004 ab. Den Stopp-Kurs sollten Anleger nach Ansicht des Chartanalysten bei 30 Dollar setzen.

Neben dem Direktinvestment in die Aktie bieten sich nur wenige strukturierte Produkte mit Währungssicherung an – wie beispielswiese das Discountzertifikat der Commerzbank (WKN CB9H88). Es ist eher für eine Seitwärtsbewegung des Pfizer-Titels gedacht.

Mit Discountern können Anleger preiswerter eine Aktie erwerben, im Gegenzug sind die Gewinnchancen begrenzt.  So notiert das Zertifikat bei rund 29 Euro und ist damit sechs Prozent preiswerter als die Aktie. Erst wenn die Aktie zum Laufzeitende unterhalb von 29 US-Dollar notiert, erzielen Anleger einen Verlust.

Der maximale Rückzahlungsbetrag des Derivats ist 32 Euro, was eine Jahres-Rendite von mehr als elf Prozent bedeutet. Das Produkt ist währungsgesichert, das Wechselkurs-Verhältnis zwischen Euro und Dollar hat keinen Einfluss auf den Kurs des Zertifikates. Verzichten müssen Anleger beim Erwerb des Discounters auf die Dividende, die die Bank für die Strukturierung des Produktes einbehält.

 

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung

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