China-Zertifikate
China-Zertifikate: Konjunkturprogramm weckt Drachen auf

Chinas Konjunktur-Programm scheint bereits Wirkung zu zeigen. Die Aktien-Kurse steigen wieder - aber längst nicht überall im gleichen Tempo. Anleger sollten auf die richtigen Indizes im Reich der Mitte setzen.

Die Finanzkrise ist auch in China angekommen. Der Export geht zurück, Tausende von Fabriken schließen, die zunehmende Arbeitslosigkeit - vor allem unter den Wanderarbeitern aus dem Westen des Reiches - wird plötzlich zum Problem. Der Rückgang des weltwirtschaftlichen Wachstums hat für die kommunistische Partei Chinas eine höchst politische Dimension. Arbeiter, die heute vor geschlossenen Werkstoren protestieren, könnten irgendwann vor den Türen der Kaderpartei stehen. Nicht zuletzt deshalb greift die chinesische Regierung nun kräftig in die üppig gefüllte Staatskasse, um dem drohenden Wirtschaftsabschwung im Reich der Mitte entgegenzuwirken.

Umgerechnet rund 416 Milliarden Euro - fast ein Drittel der chinesischen Devisenreserven - sollen nach Plänen der KP in die Infrastruktur fließen und in Form von Steuererleichterungen die Binnenkonjunktur ankurbeln.

Die Ankündigungen aus Peking sind nicht nur in den Investmentabteilungen rund um den Globus angekommen, sondern haben vor allem in China für Euphorie unter den Anlegern gesorgt.

Die Folgen sind an den Aktien-Indizes zu beobachten - allerdings nicht an allen: Während die Kursbarometer in Shenzen und Shanghai seit der Bekanntgabe des Regierungspaketes im November geradezu explosionsartig in die Höhe schossen, blieb es an der Börse in Hongkong verhältnismäßig ruhig. "Der Kursaufschwung betrifft vor allem die sogenannten A- und B-Aktien", erklärt Funda Tarhan von der RBS. "Das sind die Segmente, in die nur Chinesen investieren dürfen und in die keine ausländischen Kapitalströme fließen. Zudem profitieren insbesondere A-Aktien vom Konjunkturpaket der chinesischen Regierung." H-Aktien, traditionell eher exportlastig, seien dagegen weniger aussichtsreich.

Um die Bedeutung von A-, B-, S- und H-Aktien richtig einschätzen zu können, lohnt ein intensiver Blick auf die verschiedenen Anlagesegmente, die per Gesetzt von der chinesischen Zentralregierung geschaffen wurden. Denn Kommunismus bedeutet nicht gleiches Recht für jeden Anleger.

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