Depot Contest
Gut abgesichert bei fallenden Kursen

Die 10.000 Punkte hat der Dax geknackt, mittlerweile dominiert an den Börsen aber die Nervosität. Ein guter Zeitpunkt, um sein Depot über Zertifikate oder Optionen abzusichern? Was Vermögensverwalter empfehlen.
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DüsseldorfDie Krisen im Irak und in der Ukraine sowie zuletzt durchwachsene Konjunkturdaten haben den europäischen Börsen nicht gutgetan. Anleger sind nervös, nehmen derzeit lieber Gewinne mit. Die Folge: Von seiner Höchstmarke Anfang des Monats ist der Dax im Moment gute 200 Punkte entfernt – auf den Hype folgte erst einmal die Abkühlung. Für Anleger lohnt daher momentan die Frage, ob sie ihr Depot nicht gegen weitere Rückschläge absichern wollen.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bonuszertifikate zum Beispiel, die auch in schwachen Börsenphasen Gewinne abwerfen, solange ein zugrunde liegender Basiswert einen Höchstwert nicht übersteigt (Cap). Auch sogenannte Put-Optionsscheine kommen infrage: Mit ihnen sichert sich der Anleger den Preis von Aktien für eine bestimmte Laufzeit. Innerhalb dieses Zeitfensters kann er ohne Verluste verkaufen.

Einfacher geht es natürlich auch. Wer sehr breit diversifiziert – also verschiedene Anlageklassen mischt, die sich in der jeweiligen Marktphase eher entgegengesetzt entwickeln – sichert sich in gewisser Weise ebenfalls ab: Die Schwankungsbreite des Portfolios fällt geringer aus, und damit auch das Risiko. 

Die Teilnehmer des Depot Contest der Münchner DAB Bank sind beim Thema Absicherung recht unterschiedlicher Auffassung. Ingo Schweitzer von der AnCeKa Vermögensbetreuung zum Beispiel empfiehlt Anlegern, ihr Depot etwa mit Short-Zertifikaten über den Sommer abzusichern – und so etwas defensiver auszurichten. Der Experte hält es für möglich, dass das Sommerloch leichtere Dax-Stände bescheren könnte.

Aktien zu verkaufen, sei aber keine Option. „Solange von IWF, OECD und der Staatengemeinschaft unisono eine Unterstützung der Weltwirtschaft propagiert und umgesetzt wird muss man Aktien besitzen“. Einen Dax 11.000 hält er bis Jahresende für möglich.

Eine Prognose für die weitere Jahresentwicklung des Dax will Andreas Teichmann, Anlageexperte bei Plückthun Asset Management, nicht abgeben. Allerdings ist sich Teichmann sicher, dass die Gewinnprognosen der Dax-Unternehmen deutlich übertroffen werden müssten, um die derzeitigen Kurse zu rechtfertigen. Eine Korrektur ist also möglich. Und so will der Experte Absicherungsvarianten wie Put-Optionen oder Volatilitätsstrategien nicht ausschließen – allerdings nur temporär, für die nächsten sechs bis 18 Monate. „Dauerhaft sind solche Instrumente zu teuer.“

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