Der kleinste Bruder des Dax
HSBC wagt ein SDax-Zertifikat

Fans von Kult-Vereinen wie dem FC St. Pauli oder Kickers Offenbach wissen es längst – nicht nur im Fussball-Oberhaus gibt es attraktive Spiele, auch die dritte Liga bietet bisweilen packende Unterhaltung. Selbiges gilt momentan an der Börse, wo mit dem SDax ausgerechnet der vermeintliche „Underdog“ allen anderen Indizes die Schau stiehlt: Als einziges Mitglied der Frankfurter Dax-Familie notiert das mit den 50 kapitalisierungsstärksten Titeln unterhalb des MDax bestückte Kursbarometer sogar auf 24-Monats-Sicht klar im Plus. Damit haben die so genanten „Small Caps“ ungefähr wieder den Stand vom Frühjahr 1999 erreicht, während etwa der Dax diesem Niveau noch immer um 30 Prozent hinterhinkt.

HB DÜSSELDORF. Die Börsianer werden damit Zeugen eines allmählichen Paradigmenwechsels. Zwar haben die gering kapitalisierten Aktien schon in früheren Baisse-Phasen weniger verloren als die marktbreiten „Blue Chips“, dafür fielen jedoch in guten Zeiten auch die Gewinne deutlich schmaler aus. Dieser simple Mechanismus gilt nun nicht mehr, denn mit über 70 Prozent Performance seit der Depression vom März 2003 hat der SDax von der allgemeinen Erholung am stärksten profitiert. Es scheint fast, als säße der Schock des Crashs noch immer so tief, dass die Investoren dem Börsen-Braten nicht trauen und vorsorglich auf ein Maximum an Substanz, Ertragsqualität und Konjunkturresistenz setzen – und das alles bietet der SDax in Hülle und Fülle. Der bunte Branchenmix umfasst vor allem gut positionierte Nischenanbieter, die weit weniger unter dem „Geiz ist geil“-Fieber und dem Dollar-Verfall leiden als die großen Dax-Konzerne. Außerdem sitzen bei vielen Gesellschaften noch Mehrheitsaktionäre auf dem Vorstandssessel, die nicht wie bezahlte Söldner à la Pieschetsrieder, Ackermann & Co. permanent dem Diktat der Kapitalmärkte folgen, sondern auf stetiges und nachhaltiges Wachstum setzen.

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