Derivate
Nervosität steigt vor Abstimmung in Athen

Die Unsicherheit unter Investoren ist groß. Auf dem Derivatemarkt können Experten derzeit keine eindeutige Richtung ausmachen. Das Geschäft mit Bankentiteln wird offenbar vom "Prinzip Hoffnung" bestimmt.
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AthenDie Nervosität der Anleger vor der Abstimmung über ein neues Sparpaket im griechischen Parlament ist am Montag auf den Derivatemarkt übergeschwappt. „Es herrscht große Unentschlossenheit unter den Investoren, weil man keine Ahnung hat, was in Griechenland als nächstes passiert“, sagte Derivatehändler Norbert Paul von der Euwax. Eine eindeutige Richtung lasse sich ebenso wenig wie am Aktienmarkt ausmachen.

Dax-Scheine kauften und verkauften Anleger in kurzen Abständen, während der deutsche Leitindex am Nachmittag mit 0,1 Prozent bei 7113 Zählern leicht schwächer notierte. Dieses Bild zeigte sich auch bei einem Turbo-Put auf den Dax der Citigroup mit Basispreis und Knock-Out-Barriere bei 7150 Punkten. Ebenso verhielt es sich mit einem Turbo-Call der Deutschen Bank mit Basispreis und Knock-Out bei 7000,09 Zählern.

Bei Scheinen auf die zuletzt wegen der Schuldenkrise arg gebeutelten Bankentitel setzten Anleger Derivatehändler Paul zufolge auf das Prinzip Hoffnung. So wurde ein Turbo-Call auf die Commerzbank der Citigroup mit Basispreis bei 2,711 Euro und Knock-Out bei 2,709 Euro gekauft. „Man hofft einfach, dass bei der Abstimmung in Athen in dieser Woche alles gut geht“, sagte Paul.

Am Aktienmarkt waren Investoren offenbar weniger optimistisch: Die Commerzbank war mit einem Minus von 4,5 Prozent auf 2,76 Euro größter Dax-Verlierer. Händler begründeten das Minus der Aktie zudem mit höheren Eigenkapitalregeln für Banken.

Ähnlich wie bei den Anteilsscheinen der Commerzbank setzten Anleger am Derivatemarkt zudem bei BASF auf eine Gegenbewegung. Im Zuge der Gewinnwarnung des niederländischen Rivalen Akzo Nobel verlor die BASF-Aktie bis zu 1,8 Prozent auf 63,15 Euro. Anleger nutzten das Minus und kauften einen Turbo-Call der Citigroup mit Basispreis bei 51,093 und Knock-Out bei 51,07 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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