Derivate
Zertifikate sind risikoreicher geworden

Anhaltende Kursverluste am deutschen Aktienmarkt haben zu einem Anstieg der risikoreichen Zertifikate geführt. Der Anteil besonders risikoarmer Produkte ging hingegen zurück.
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FrankfurtDurch anhaltende Kursverluste am deutschen Aktienmarkt sind Zertifikate zuletzt riskanter geworden. Der Anteil der besonders risikoarmen Produkte am deutschen Markt ist im Mai auf 60,4 Prozent zurückgegangen, nachdem er im April bei 64,8 Prozent gelegen hatte, wie der monatlich erscheinende Risiko-Report des Analysehauses European Derivatives Group (EDG) am Mittwoch zeigte. Während die besonders risikoarmen Papiere im Mai abgenommen haben, gewannen Zertifikate mit mittlerem Risiko hinzu.

Die Risiken von Zertifikaten und Hebelprodukten bleiben nicht konstant, sondern ändern sich abhängig vom Marktumfeld. So schwanken beispielsweise die Risikopuffer zu Barrieren von Bonuszertifikaten. Dementsprechend verschieben sich die Marktanteile, welche die unterschiedlichen Risikoklassen am gesamten Derivatemarkt haben. Zudem fließen Neuinvestitionen und Umschichtungen von Anlegern in die EDG-Analyse ein.

Die EDG misst die Risiken von Basiswerten, Zertifikaten und Hebelprodukten anhand des Value at Risk (VaR). Diese Kennzahl gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Investment in einem bestimmten Zeitraum einen bestimmten Verlust nicht überschreiten wird. Für den Mai-Report hat die EDG rund 413.000 Zertifikate und 487.000 Hebelprodukte analysiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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