Derivatemarkt
Anleger bleiben nach US-Kompromiss vorsichtig

Am deutschen Derivatemarkt sehen Händler nach dem Kompromiss im US-Schuldenstreit offenbar noch keinen Grund zur Euphorie. Die Gewinne im Dax und Scheine auf Bank-Aktien bröckelten am Mittag.
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FrankfurtAm deutschen Derivatemarkt haben Anleger nach dem Kompromiss im US-Schuldenstreit am Montag nur zaghaft wieder Mut gefasst. „Die Marktteilnehmer sind zwar in der Mehrheit der Meinung, dass der Kompromiss auch im US-Kongress angenommen wird, aber Euphorie sieht eigentlich anders aus“, sagte Derivatehändler Norbert Paul von der Euwax.

So gab es etwa bei den als sichere Anlagehäfen geltenden Edelmetallen Gold und Silber keinen Ausverkauf. Vielmehr hielten sich bei einem Gold-Zertifikat der Deutschen Bank Käufer und Verkäufer ebenso die Waage wie bei einem Silber-Zertifikat der Royal Bank of Scotland. Der Goldpreis notierte am Montagmittag 0,5 Prozent schwächer bei 1618 Dollar je Feinunze, der Preis für Silber sank um 1,2 Prozent auf 39,30 Dollar pro Feinunze.

Bei Produkten auf den Dax hat es laut Derivatehändler Paul am Morgen zunächst Gewinnmitnahmen bei Calls gegeben. Nachdem die Gewinne im Dax immer weiter abgebröckelt waren, seien auch wieder Puts gekauft worden. Dann habe sich der Wind aber gedreht und die Puts seien abgestoßen worden.

Am Mittag hatten die US-Futures deutliche Kursaufschläge für die New Yorker Börsen signalisiert. Ein Turbo-Call der Commerzbank mit Basispreis bei 6847,05 Zählern und einer Knock-Out-Barriere bei 6920 Punkten wurde deshalb gekauft. Zugleich trennten sich Anleger von einem Turbo-Put mit Basispreis und Knock-Out bei 7578,67 Punkten.

Wechselhaft sah das Bild auch bei Scheinen auf Aktien der deutschen Banken aus, die zunächst deutlich zugelegt hatten. Am Mittag bröckelten die Gewinne aber ab und die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank notierten bei 2,65 Euro beziehungsweise 38,49 Euro leicht im Minus. Daraufhin wurde ein Turbo-Call der Citigroup auf die Commerzbank-Aktie mit Basispreis bei 2,304 Euro und Knock-Out-Barriere bei 2,303 Euro abgestoßen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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