Derivatemarkt
Commerzbank verdrängt Deutsche Bank von der Spitze

Deutschlands größte Bank ist die Deutsche Bank. Die Commerzbank steht meist nur im Schatten des Branchenführers. Doch in einem Bereich ist es der Commerzbank jetzt erstmals gelungen, den großen Konkurrenten zu überflügeln.
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HB FRANKFURT. Die Commerzbank ist neuer Marktführer am deutschen Derivatemarkt. Ende September 2010 entfielen 17,6 Prozent des ausstehenden Volumens in Anlage- und Hebelprodukten auf Papiere der Commerzbank, wie eine am Dienstag veröffentlichte Statistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) zeigt. Damit hat die Commerzbank die Deutsche Bank mit 17,4 Prozent Marktanteil auf den zweiten Platz verdrängt.

Seit der DDV die Marktanteilstatistik Anfang 2007 erstmals veröffentlichte, belegte die Deutsche Bank darin stets den ersten Platz. In den vergangenen Monaten war die Commerzbank immer dichter an die Deutsche Bank herangerückt. Ende Juni 2010 verfügte die Deutsche Bank in der DDV-Statistik über 18,5 Prozent Marktanteil, die Commerzbank kam auf 17,8 Prozent.

Die Commerzbank hat die Deutsche Bank sowohl im Bereich der Anlage- als auch der Hebelprodukte vom Spitzenplatz verdrängt.

Vor allem bei den Hebelprodukten machte die Commerzbank Boden gut und kommt in der aktuellen Statistik auf 30,6 Prozent Marktanteil, die Deutsche Bank auf 25,7 Prozent. Bei den Anlagezertifikaten kommt die Commerzbank auf 17,4 Prozent Marktanteil, die Deutsche Bank auf 17,3 Prozent.

Kommentare zu " Derivatemarkt: Commerzbank verdrängt Deutsche Bank von der Spitze"

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  • Hallo,
    da kann ich nur beipflichten; ich stehe selbst als Privatkunde mit der Co-bank im Kontakt (1/3 des "Vermögens") - Es fehlt sowohl bei der Commerzbank sowie auch bei einem weiteren "Partner" bei interessanten und seriösen Angeboten für Kunden als "gehobene Angestellte" - Da ist der 3. Partner, die Sparkasse, etwas besser

  • DER DEUTSCHE STAAT ALS ZOCKER
    Fällt eigentlich hier irgendjemandem die Verderbtheit dieser Vorstellung auf?

  • .... da muß man sich doch wohl die Frage stellen, wieso ein staatlich gestütztes (und subventioniertes) institut schon wieder Produkte auf den Markt schmeißt, für die es kaum bedarf gibt und die von der Mehrzahl der Anwender kaum in ihrem Risikogehalt übersehen werden; Allerdings haben die sogenannten "investment-bänker" ihre alte "Spielwiese" wiedergefunden und bringen der Commerzbank hohe Provionserträge, die für unsere Volkswirtschaft sehr wenig relevant sind! - Hier sollte dringend der Gesetzgeber als interessenvertreter der Steuerzahler intervenieren!

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