Devisen
Währungszertifikate: Rechtzeitig auf Trends setzen

Währungstrends sind häufig über lange Zeit stabil. Die aktuellen Marktturbulenzen machen aber auch vor dem Devisenmarkt nicht Halt. In vielen Währungspaaren stehen Richtungsentscheidungen an. Investoren, die einen Trendwechsel rechtzeitig erkennen, können mit verschiedenen Zertifikaten davon profitieren.

DÜSSELDORF. "Der Dollar kann fallen, aber er muss steigen", hat André Kostolaný einmal gesagt. Schön für ihn: Er hatte mit dieser Aussage immer Recht, egal wie die Devisenkurse sich entwickelten. Anlegern, die derzeit von Währungsschwankungen profitieren wollen, bieten Kostolanýs weise Worte leider nur wenig Hilfestellung. Auch der Blick auf eine der wichtigsten fundamentalen Daten der USA, der Geldmenge, hilft kaum weiter:

Die berühmte Schuldenuhr an der Kreuzung Sixth Avenue und 42nd Street in New York, einen Straßenzug vom Times Square entfernt, zeigt den astronomisch hohen Wert von über 10 Billionen US-Dollar, mit denen die Staatskasse der USA aktuell in der Kreide steht. Das Dollarzeichen vor der ersten Stelle musste bereits im Oktober 2008 der Eins Platz machen, weil die Anzahl der Ziffern auf der Uhr nicht ausreichten. Und es macht angesichts der großen Probleme, mit denen die Vereinigten Staaten kämpfen, nicht den Eindruck, als ob Barack Obama oder einer seiner Nachfolger eine Chance hätten, die erste Ziffer jemals wieder für das Dollar-Zeichen freimachen zu können.

Die Gelddruckmaschinen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten laufen heiß, die Geldmenge steigt seit Jahren. In gleichem Maße verliert der Greenback gegenüber anderen wichtigen Handelswährungen seit Jahren an Wert. Im Oktober 2000 kostete ein US-Dollar noch 1,21 Euro. Mittlerweile hat sich das Verhältnis fast komplett umgekehrt. Ein Euro ist heute rund 1,26 US-Dollar wert.

Es sah allerdings auch schon schlechter aus für den Dollar. Im Juli 2008 kratzte der Euro an der 1,60-Dollar-Marke. Seitdem hat der Trend gedreht. Obwohl Staat und Bürger hoffnungslos überschuldet sind und die meisten US-Banken am Abgrund stehen, hat sich der Dollar gegenüber dem Euro zuletzt erholt. Analysten streiten nun darüber, wie es weitergeht mit dem Euro-Dollar-Verhältnis. "Anleger werden derzeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt", sagt Jörg Scherer von HSBC Trinkaus. "Aus charttechnischer Perspektive hat es in den vergangenen Monaten einige Fehlsignale gegeben. Eine fundierte Prognose ist daher kaum möglich."

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