Die Bonus-Strategie zur Börsenregel
„Sell in May and Go Away“

Wenn im Januar / Februar das Endspiel um die amerikanische Football-Meisterschaft ausgetragen wird, fiebert so mancher Börsianer nicht nur aus sportlichen Gründen mit. Denn geht beim „Superbowl“ das Team aus der National Football League (NFL) als Sieger vom Platz, darf man auf ein positives Börsenjahr hoffen; gewinnt dagegen die Mannschaft aus der konkurrierenden AFL, wächst die Angst vor Kursrückschlägen.

In den vergangenen 30 Jahren hat dieser „Indikator“ eine erstaunlich hohe Treffsicherheit von über 70 Prozent bewiesen; als Ansatzpunkt für eine ernsthafte Anlagestrategie taugt er dennoch genauso wenig wie die zahlreichen anderen Börsenweisheiten und Abzählreime, mit denen der zuletzt zunehmend unglücklich agierende Fondsmanager Heiko Thieme jahrelang die Leser seiner FAZ.-Kolumne „Brief aus Wall Street“ amüsiert hat – ein Investment-Konzept muss schließlich nicht nur „irgendwie“ funktionieren, sondern auch plausibel erklärbar sein.

Die Börsenmonate im Vergleich (PDF-Format)

Vergleich Index und Saisonstrategie

So gibt es wohl nur ein Bonmot aus dem „Schatzkästlein“ der Marktbeobachter, das zumindest im Kern beide Anforderungen erfüllt: Die legendäre Regel „Sell in May and Go Away“. Zwar ist der konkrete Rat, im Mai aus dem Markt auszusteigen, historisch etwas zweifelhaft; die Anspielung auf die saisonalen Schwankungen der Börse lohnt jedoch allemal eine genaue Analyse. Denn egal, ob man nun den US-amerikanischen Dow Jones Industrial Average (seit 1928), den deutschen Dax (seit 1960) oder den immerhin bis 1987 zurückverfolgbaren Euro Stoxx 50 heranzieht – die Vergangenheit lehrt eindeutig, dass es „gute“ und „schlechte“ Börsenmonate gibt. Klar positiv sind Januar und Dezember, die je nach Index einen durchschnittlichen Wertzuwachs zwischen einem und drei Prozent bringen; darüber hinaus war der Dezember in 140 insgesamt betrachteten Jahresperioden niemals (!) der schlechteste Börsenmonat.

Seite 1:

„Sell in May and Go Away“

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%