Die guten ins Töpfchen:
Deutsche Bank setzt auf Dividenden

Mit der perfekten Umsetzung einer lange etablierten und erprobten Strategie der Aktienauswahl bestückt die Deutsche Bank ein Anlagezertifikat für Dax-Optimisten mit Outperformance-Hunger. Das „Dax Top 10“ setzt eine reinrassige „Dividendenstrategie“ um – einen der erfolgreichsten Selektionsansätze überhaupt, der vielfach wissenschaftlich validiert ist: Aus der Gesamtheit der 30 Dax-Titel wählt der Branchenprimus alle sechs Monate die zehn Titel mit der höchsten Dividendenrendite aus und packt diese gleichge-wichtet in den dem Zertifikat unterliegenden Aktienkorb. Wie man es bei den Flagschiff-Produkten des „X-marktes“-Teams gewöhnt ist, werden die zufließenden Dividenden selbstverständlich voll angerechnet; die Strategie spiegelt mithin den Performance-Mechanismus des Dax wider.

Langfristig erweist sich diese Strategie als ausgesprochen erfolgreich – im den vergangenen zehn Jahren hätte man mit dem Dividendenmodell 270 Prozent Rendite erwirtschaftet, während der Dax um lediglich 84 Prozent zugelegt hat. Auch in der jüngsten Rallye hatten die Substanzwerte die Nase vorn; gegenüber dem Tiefststand vom 12. März ergibt sich in der Rückrechnung ein sattes Plus von 89 Prozent (Dax +73 Prozent). Dass diese Outperformance (im Gegensatz zu so manch anderem Strategie-Zertifikat) nicht auf Zufall basiert, legt schon der gesunde Menschenverstand nahe: Hohe Dividenden als „Shareholder Value“ in nachrechenbarer Form sind ein Beweis nachhaltiger Ertragsqualität, außerdem sichern üppige Ausschüttungen den Aktienkurs nach unten ab. So verwundert es nicht, dass der „10 aus 30“-Ansatz auch in der Baisse überlegen war.

Nur Optimisten sollten zugreifen

Grund zum Jubeln bestand freilich dennoch nicht: Als die Kurse drei Jahre lang einkrachten, rutschten auch die Dividendenrenner dick ins Minus und die viel beschworene „Outperformance“ war bloß ein geringerer Verlust. Das freilich darf bei einer jederzeit voll in Aktien investierten Strategie nicht überraschen; alle logi-schen und empirischen Vorteile können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das „Dax Top 10“ ein reines Hausse-Investment ist. Wenn die Sonne scheint oder der Börsenhimmel nur leicht bewölkt ist, wird man tendenziell besser fahren als mit einem Direktinvestment in den Index; über einen Regenschirm à la „Rolling Discount“ verfügt das Papier indes nicht. „Value“-orientierte Langfrist-Optimisten dürfen sich bei der Deutschen Bank jedoch gut aufgehoben fühlen; im Vergleich zum schon einige Jahre am Markt befindlichen direkten Konkurrenten „German Top Twelve“ (WKN 600 645) von Merrill Lynch gefallen die „Blauen“ nicht nur durch eine unbegrenzte Laufzeit, sondern auch durch die geringere Managementgebühr (0,75 statt 1,00 Prozent).

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