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Die Zertifikate-Welt leicht gemacht

Index-Zertifikate vollziehen die Kursentwicklung eines Index fast im Verhältnis eins zu eins nach. Legt beispielsweise der Nikkei von 10 000 auf 13 000 Punkte zu, steigt auch ein entsprechendes Index-Zertifikat um genau drei Prozent an. Bei einem üblichen Bezugsverhältnis von hundert zu eins (100 Zertifikate verbriefen den einfachen Index-Wert), wird sich der Wert des Anlagezertifikates von zuvor 100 Euro auf 130 Euro erhöhen.

Bonus-Zertifikate bieten Schutz vor Kursverlusten, aber nur bis zu einem bestimmten Kursniveau. Dafür kann der Anleger den vollen Kursanstieg mitnehmen. Auch bei einer Seitwärtsbewegung der Kurse fährt der Anleger mit Bonus-Zertifikaten Gewinne ein. Der Investor erhält bei Fälligkeit eine vorher festgelegte Auszahlung. Ihre Höhe ermittelt sich aus dem Preis des Index bei Ausgabe der Zertifikate zuzüglich eines fixen Bonus. Gezahlt wird aber nur dann, wenn der Basiswert in der gesamten Laufzeit eine zu Beginn festgelegte Wertuntergrenze nicht berührt oder unterschreitet. Geschieht das, verwandelt sich das Bonuspapier in ein herkömmliches Index-Zertifikat. Steigt der Basiswert hingegen über die Bonusgrenze hinaus an, erhält der Anleger zusätzlich einen entsprechenden Barausgleich.

Ein Beispiel: Das Protect-Bonus- Zertifikat von Sal. Oppenheim auf den Nikkei notiert bei 1 101,00 Euro. Fällt der Nikkei bis zum Ausübungstag am 20. November 2009 nicht auf beziehungsweise unter 6 464,36 Punkte, werden pro Anteil mindestens 400 Euro ausgezahlt. Zugleich partizipiert der Anleger in vollem Umfang an einem Indexanstieg über die Bonusgrenze hinaus. Berührt der Index dagegen auch nur ein einziges Mal die Marke von 6 464,36 Punkten, was einem Rückgang des Nikkei von 44 Prozent entspräche, verliert das Bonus-Zertifikat seine Schutzfunktion, und es wird zu einem normalen Index-Zertifikat.

Rolling-Discount-Zertifikate sind nichts anderes als Zertifikate auf fiktive Discount-Zertifikate.Bei Discount-Zertifikaten bekommt man beim Kauf einen Abschlag auf den Preis des Basiswertes. Dieser Discount dient als Puffer. Dafür ist der Gewinn nach oben begrenzt. Rolling-Discount-Zertifikate basieren auf einer Strategie, bei der der Emittent im Monatsrhythmus in fiktive Discount-Zertifikate mit einer Restlaufzeit von einem Monat investiert.

Der Grund: Die Prämie über einen Monat, ist zwar absolut gesehen niedrig, weil die weitere Entwicklung etwa einer zugrunde liegenden Aktie absehbarer und damit risikoärmer ist. Wer diese Prämie aber zwölfmal in Folge kassiert, schneidet besser ab als mit der Prämie über die Laufzeit von zwölf Monaten. Bei stagnierenden Aktienmärkten kann auf diese Weise Monat für Monat eine Prämie vereinnahmt werden. Bei fallenden Märkten wird zumindest der Verlust des eingesetzten Kapitals gemindert.

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