Discount Calls ergänzen bekannte Anlageinstrumente
Geringe Volatilität erfordert neue Strategie

Seit Monaten stehen Discount-Zertifikate auf den Beliebtheitslisten der Anlageprodukte ganz vorne. So verzeichnet etwa die von der Deutschen Bank aufbereitete Börsenstatistik einen durchschnittlichen Tagesumsatz mit diesen Produkten von 114 Mill. Euro.

Die Konstruktion der Discounts sieht so aus: Der Käufer wird so gestellt als als verkauft er einen Call-Optionsschein und kauft gleichzeitig die Aktie. Durch die Prämie des Call-Verkaufs bekommt er die Aktie oder den Index günstiger. Die Sache hat nur einen kleinen Haken. Der Käufer kann nicht unbegrenzt an Kurssteigerungen profitieren. Ab einem gewissen Level (Cap oder Höchstkurs genannt) ist ein Wertanstieg des Zertifikates begrenzt. Wer also auf starke Kursanstiege baut, der fährt meistens mit der Aktie besser. Der Rest vertraut auf die Vorzüge der Discount-Zertifikate: Sowohl in steigenden, seitwärts verlaufenden und fallenden Märkten lassen sich Gewinne erwirtschaften.

Im letzteren Fall darf der Basiswert sogar bis zum Cap sinken, damit die maximale Rendite dieses Zertifikates erreicht wird. Liegt die Aktie oder der Index zum Laufzeitende unter dem Cap, wird dem Investor die Aktie in das Depot gebucht. Beim Index wird fast ausschließlich ein Geldbetrag überwiesen. Das Risiko beim Kauf eines Zertifikates ist immer geringer als beim Kauf des Basiswertes, da der Anleger weniger dafür bezahlt. Allerdings gibt es das nur mit einem Verzicht auf unbegrenzte Gewinnchancen der Aktie oder des Indexes.

In einem Markt mit geringer Volatilität – wie er derzeit vorliegt – haben die Discount-Zertifikate allerdings einen kleinen Nachteil. Der Abschlag auf den Kaufpreis der Aktie ist ziemlich gering, weil der verkaufte Call eine geringere Prämie einbringt als dies bei starken Schwankungen am Aktienmarkt der Fall wäre. Eine Möglichkeit, die Rendite dennoch zu steigern, bieten Discount Calls.

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