Dividenden als Schlüssel
Fairness führt Alpha-Zertifikat zum Erfolg

Allen Unkenrufen zum Trotz: Es gibt auch Alpha-Zertifikate, die sich bewährt haben. Zu den Lichtblicken gehört ein Produkt der Société Générale , das zuletzt ein denkwürdiges Hoch erreicht hat. Als Schlüssel zum Erfolg kann dabei die Fairness gegenüber den Anlegern gelten.
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DÜSSELDORF. Auf Allzeithoch notiert ein aktienmarktbasiertes Alpha-Zertifikat, das die Société Générale vor rund dreieinhalb Jahren - kurz vor Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise - auf den Markt gebracht hat (WKN: SG3GP7). Selbst während des Börsencrashs im Frühjahr 2009 hatte das Produkt kaum mehr als ein Fünftel seines Ausgangswertes eingebüßt (siehe Chart). Eine bemerkenswerte Entwicklung. Zum einen, weil die meisten Aktienindizes immer noch weit von ihren Vorkrisen-Niveaus entfernt sind - so notiert der S&P 500 rund 25 Prozent, der Euro Stoxx 50 sogar mehr als 40 Prozent unter dem jeweiligen Stand vom Sommer 2007.

Zum anderen weil Alpha-Zertifikate unter gut informierten Anlegern im Ruf stehen, zu den "Rohrkrepierern der Branche" zu gehören. Die meisten Papiere hielten bisher schlicht nicht das, was sie versprachen. Dabei hat die Grundidee hinter diesen Produkten durchaus ihren Reiz: Alpha-Zertifikate werden als "marktneutrale" Produkte verkauft. Es soll also nicht darauf ankommen, ob die Kurse eines bestimmten Basiswertes absolut steigen oder fallen, sondern ob sie relativ im Vergleich zu einem zweiten Basiswert besser oder schlechter abschneiden. Entwickelt sich der Basiswert besser als die Benchmark, steigt der Wert des Zertifikats, und zwar unabhängig davon, ob die Kurse der beiden Vergleichswerte jeweils gestiegen oder gefallen sind. Schneidet der Basiswert im direkten Vergleich zur Benchmark dagegen schlechter ab, verliert das Zertifikat an Wert.

Alpha-Zertifikate in der Kritik

Die häufigste ins Rennen geschickte Kombination bestand aus einem Dividenden- und einem Standardaktien-Index. Schließlich hatten in der Vergangenheit dividendenstarke Titel oft mit überdurchschnittlichen Kursanstiegen überzeugt, so dass Anleger auf eine Outperformance hoffen durften.

Doch im Gegensatz zu dem Ausnahme-Papier der Franzosen, das ebenfalls diese Dividenstrategie verbrieft, verloren die meisten Alpha-Zertifikate an Wert. Zur Verwunderung vieler Anleger sowohl bei sinkenden als auch bei steigenden Aktienkursen. Hauptgrund neben intransparenten Partizipationsmechanismen und versteckten Gebühren: Die Dividenden-Alphas wurden oft nicht fair konzipiert. Denn bei dem Dividenden-Index war meistens der Kursindex der auserwählte Favorit. Der zu überbietende Referenzindex war dagegen ein Performanceindex. Da aber im Kursindex keine Erträge wie Dividenden einflossen, der Performanceindex aber die Erträge im Indexstand berücksichtigte, existierte in einem solchen Alpha-Papier ein systematischer Nachteil.

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