Dividendenrendite von sechs Prozent
Banken hübschen T-Aktie auf

Aktionäre der Deutschen Telekom brauchen in diesen Tagen erneut starke Nerven. Mit einem Kurs um die 12,50 Euro notiert die T-Aktie derzeit nur knapp über einem Mehrjahrestief. Für Investoren, die mit Blick auf die Dividendenrendite von rund sechs Prozent zumindest einen drastischen Rutsch der Telekom-Aktie ausschließen, sind derzeit Bonuszertifikate eine Alternative.

DÜSSELDORF. Seit drei Jahren pendelt die Aktie in einem engen Kursband zwischen 12,50 und 16 Euro, während sich der Deutsche Aktienindex (Dax) im gleichen Zeitraum verdoppelt hat. Die Anfang Mai gezahlte Dividende von 0,72 Euro ist dabei nur ein schwacher Trost. Für Investoren, die mit Blick auf die Dividendenrendite von rund sechs Prozent zumindest einen drastischen Rutsch der Telekom-Aktie ausschließen, sind derzeit Bonuszertifikate eine Alternative zur Aktie. Mit ihnen erhalten Anleger die Chance auf eine Bonuszahlung, wenn der Kurs der Aktie während der Laufzeit des Zertifikats einen bestimmten Kurs (Barriere) nicht unterschreitet.

So stellt die Deutsche Bank für ein Bonuszertifikat eine Zahlung in Höhe von 16,50 Euro in Aussicht, solange der Kurs der Telekom-Aktie bis zum Ende der Laufzeit im Juni 2008 die Barriere von 9,50 Euro nicht unterschreitet. Das entspricht einem Puffer von 24 Prozent. Kurschancen und -risiken des Bonuszertifikats sind nicht größer als mit der Aktie selbst, denn zum Ende der Laufzeit erhalten Anleger mindestens den aktuellen Kurs der Aktie ausgezahlt. „Im Gegenzug verzichten die Halter des Bonuszertifikats auf die Dividendenzahlungen im Frühjahr 2007 und 2008“, erläutert Matthias Schölzel, Derivateexperte der Deutschen Bank, die Finanzierung der Bonusstruktur. Hält die Barriere von 9,50 Euro, vereinnahmen Anleger eine Bonusrendite von 12,5 Prozent pro Jahr. Sie errechnet sich aus der Differenz zwischen Bonusbetrag und dem Kurs des Zertifikats im Verhältnis zur Restlaufzeit.

Vor allem der hohe Cash-Flow und die Dividendenrendite der Telekom stimmt Analysten trotz des operativ schwierigen Umfelds optimistisch. „Ich erwarte für das laufende Jahr einen Cash-Flow je Telekom-Aktie von 1,30 Euro, der bis 2008 auf 2,29 Euro ansteigt. Damit sollte für das laufende Jahr eine Dividende von 0,72 Euro und von 0,82 Euro für 2007 gesichert sein“, sagt Frank Rothauge, Analyst von Oppenheim Research. Damit bewegt sich Rothauge nahe am Durchschnitt aller Analysten. Sie errechnen im Schnitt für das laufende Jahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf und eine Dividendenrendite von sechs Prozent.

Ähnlich argumentiert Per-Ola Hellgren, Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz. „Ein weiterer drastischer Kursverlust unter die Marke von zehn Euro ist aus unserer Sicht nur bei extrem schlechten Nachrichten denkbar. Viele Störfaktoren sind bereits eingepreist, etwa hohe Kosten für die Auktion von US-Mobilfunklizenzen und der Verlust von Kunden in der Festnetzsparte“, sagt Hellgren.

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