Einfachere Zertifikate auf Volatilitätsindizes möglich
Neue Kontrakte erleichtern Risikostreuung

Die Anlagestrategien der Derivateprofis werden für Privatanleger leichter zugänglich. Doch statt etwa auf Kursgewinne zu setzen, investieren institutionelle Anleger oftmals nur in die Schwankungen (Volatilität) von Aktienkursen, Währungen oder Rohstoffpreisen.

Dieses Verhalten hat den Vorteil, dass sich auch bei stagnierenden oder fallenden Notierungen Geld verdienen lässt. Als Zertifikate verpackt können sich solche Strategien auch für Privatanleger lohnen. Neue Terminkontrakte (Futures) an der Derivatebörse Eurex erleichtern künftig die Konstruktion solcher Zertifikate. Experten zufolge eignen sich solche Produkte auch zur Risikostreuung.

Als Maß für die Schwankungsbreite des Deutschen Aktienindex (Dax) berechnet die Deutsche Börse den Volatilitätsindex VDax und dessen Nachfolger VDax New. In diese beiden Indizes können Anleger bereits über komplexe Zertifikate investieren, wobei der VDax New den alten VDax zum Jahresende endgültig ablöst.

Die neuen Futures der Eurex bilden die Erwartungen der Marktteilnehmer über den Verlauf der Volatilitätsindizes auf deutsche, schweizerische und europäische Standardwerte, VDax New, VSMI und VStoxx, ab. Die Terminkontrakte werden am 19. September erstmals gehandelt. Für Kleinanleger sind solche Kontrakte kaum erschwinglich, denn sie werden in großen Volumina gehandelt. Außerdem verpflichten sich Käufer und Verkäufer, bei Kursverlusten Geld nachzuschießen. Allerdings bringen die neuen Futures auch Vorteile für Privatanleger. Denn die Konstruktion von Zertifikaten auf den VDax New wird sich durch sie vereinfachen.

Zertifikate auf den alten VDax waren für Anleger eher unbefriedigend, weil die Papiere aufgrund ihrer Konstruktion im Wert nicht immer dem Index folgen. Das liegt daran, dass sich der VDax im Zertifikat nicht wie der Dax mit Hilfe der enthaltenen Aktien abbilden lässt. Der Vola-Index wird aus Subindizes errechnet, die sich aus Optionen mit fester Restlaufzeit ergeben. Diese Papiere sind nur zum Teil handelbar. „Es gibt leider kein Instrument, das den VDax New eins zu eins abbildet, daher ist die Konstruktion von Zertifikaten auf den Index generell schwierig“, sagt Dominik Auricht von Merrill Lynch.

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